CeBIT 2002: Alles bleibt anders

DVD-Multi-Recorder, Camcorder im Scheckkartenformat — und ein neues Messekonzept

Von Roland Schäfer

März ist Regenzeit, März ist CeBIT-Zeit: Wie begossene Pudel mußten sich im Vorfeld manche Hersteller von der (immer noch) größten Messe der Welt zurückziehen, ihre Stände angesichts High-Tech-Krise wegen mangelndem Budget stornieren. Ein neues Themen- und Hallenkonzept, das die über Jahre gewachsene Orientierung von Besuchern wie Ausstellern komplett durcheinanderwürfelt, machte eine Entscheidung pro CeBIT nicht eben leichter. Zudem dauert sie mit 8 Tagen einen Tag länger. Dabei sind die Neuheiten für Videofilmer zahlreich wie eh und je.

Die Links in diesem Artikel:

Gehen oder nicht gehen, das ist hier die Frage
Neue Unübersichtlichkeit
Die CeBIT-Video-Highlights
Philips mit DVD+RW der 2. Generation
DVD-Brenner für PC
Invasion der DV-Camcorder
Panasonic: Neuer 3-Chipper
JVC: 3-Chip "StreamCorder"

So machen Sie mehr aus Ihrem CeBIT-Besuch

Die CeBIT 2002 in Kürze
Messedauer: Mittwoch, 13. März, bis Mittwoch, 20. März 2002, Messegelände Hannover
Öffnungszeit: 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise: Tageskarte: Vorverkauf 30,--€, Tageskasse 34,-- €
Dauerkarte: Vorverkauf 67,-- €, Tageskasse 77,-- €
Sonderpreis: für Schüler ab 15 Jahre, Studenten, Wehrpflichtige und ZDL zu 15,-- € nur am Messesonntag und letzter Messetag. Alle CeBIT-Eintrittsausweise gelten gleichzeitig als Fahrkarten im Großraum Verkehr Hannover.
Kartenvorverkauf: Bei den Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, online ab Anfang Februar oder per Hotline: 0180/525 02 01 bzw. Fax: 05041/97 00 34, in Reisezentren der Bahn
Katalog: 25,-- €; VVK: Lettershop Brendler, Fax: 05102/9359-40, VKF.Brendler@t-online.de oder via www.cebit.de/shop
Ausstellersuche: hier allgemein


Mal ehrlich: Glauben Sie dem Ausrichter, der Deutschen Messe AG, noch all die Aussteller-, Flächen- und Besucherrekorde, die dieses wie jedes Jahr nach der CeBIT so sicher kommen werden wie das Amen in der Kirche? Keine Spur von Technologiekrise in Hannover, keine von Rezession – ausgerechnet die Computerbranche sollte immun sein gegen die Wehwehchen der Welt- und der Deutschen Wirtschaft? Genau 8.152 Aussteller erwartet die Messe AG in diesem Jahr (etwa 60 mehr als im letzten); gestiegen ist besonders der Anteil der Aussteller aus Fernost, den USA und England.

Gehen oder nicht gehen, das ist hier die Frage

In der Videobranche liest sich die Liste der Aussteller, die nicht auf der CeBIT 02 ausstellen, bisweilen wie ein Who’s who der Branche: Unter ihnen sind so klangvolle Namen wie Avid, Canopus, Dazzle, Fast TV-Server, Magix, MainConcept, Media 100, proDAD und Vestel – alles Unternehmen, die 2001 noch ausstellten. Ohnehin abwesend sind die Firmen, die in der Zwischenzeit übernommen oder mehr oder weniger insolvent wurden (s. News), wie Axcent, ELSA und Fast Multimedia (s. CV 6/01). Apple bleibt schon "traditionell" fern.

Eines hoffentlich umso stärkeren Besucherinteresses werden sich die Unternehmen erfreuen können, die trotz aller Widrigkeiten auf der CeBIT ausstellen. Immer eine sichere Bank sind zum Beispiel die fernöstlichen Schwergewichte aus der Unterhaltungselektronik (UE), wie Canon, JVC, Hitachi, Panasonic, Pioneer, Samsung, Sharp und Sony. Im Segment "Digital Content Creation" haben unter anderem Adobe, Como, Cyberlink, Discreet, Electronic-Design, Exsys, Hauppauge, Matrox Video, Maxon, Pinnacle Systems, Terratec, Ulead und Unibrain eigene Stände gebucht. Übrigens: Den CeBIT-Hallenführer für Digital Video finden Sie diesmal aus Aktualitätsgründen auf unsere Homepage (ab 2.3.02).

Neue Unübersichtlichkeit

Das von etlichen Nichtausstellern bemängelte, geänderte Messekonzept besteht kurz gesagt darin, die inzwischen 27 Hallen thematisch in drei Schwerpunkte aufzuteilen: Der Norden (Hallen 1, 2 und 19 bis 24 und die halbe Halle 25) gehört der Informationstechnik, der Osten (Hallen 3 bis 9) den Software- und Internet-Anbietern und der Südwesten (Hallen 12 bis 16, die andere Hälfte der 25 sowie 26 und 27) der Telekommunikation und den Netzwerken. Die Messe preist die neue Struktur als "übersichtlicher, konzentrierter, besucherfreundlicher" als bisher.

Kostprobe gefällig? Greifen wir uns willkürlich ein Beispiel heraus, unser Beispiel: das Segment Video, Grafik und Multimedia (ohne die großen UE-Hersteller). Bisher waren so gut wie alle Hersteller in Halle 9 versammelt – praktisch für Besucher, die nur wegen dieses Themas nach Hannover fuhren. Anders 2002: Nach dem neuen Konzept sind die Hersteller dieses Segmentes jetzt in alle Winkel des Geländes verstreut: Adobes Stand etwa steht in Halle 4, jener des direkten Wettbewerbers Ulead dagegen in Halle 22, in beträchtlicher Entfernung. Schnittkartenhersteller wie Pinnacle, Electronic-Design und Matrox Video finden sich ebenfalls in der 22, der Wettbewerber Como dagegen in Halle 7 (wo eigentlich reine Softwarefirmen sein sollten), eine Viertelstunde Fußmarsch entfernt. Hauppauge aus demselben Segment hat’s interessanterweise in Halle 19 in den nördlichsten Norden des Geländes verschlagen, ATI dagegen in Halle 11 im südlichsten Süden. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: die UE-Vollsortimenter verstreut über fünf Hallen (1, 2, 21, 22 und 27); Publikumsmagneten wie Microsoft oder Sony nicht mehr am angestammten Platz; und schließlich ist die Halle 22 ein wahres Sammelsurium: Videoschnittfirmen neben Herstellern von Satellitenreceivern, Sofortbildkameras neben Aktenvernichtern, zudem britische, koreanische und taiwanesische Gemeinschaftsstände, deren Aussteller natürlich alles Mögliche anbieten.

Angesichts dieser Konfusion braucht es keinen Propheten, um dem neuen Messekonzept einiges an Startschwierigkeiten vorherzusagen – wenn nicht Schlimmeres: orientierungslose Besucher, noch längere Schlangen an den Info-Schaltern, ergo noch weniger Zeit für Beratung und Information.

Anstatt eine Themenausrichtung nach Lösungen vorzunehmen (unabhängig davon, ob sie rein auf Software oder einer Hard- und Software-Kombination basieren), packt die Messe AG die Hardwarehersteller auf den einen Haufen, die Softwarefirmen auf den anderen; Telekom und Netzwerke landen auf dem dritten. Mag ja sein, daß andere Segmente konsequenter gruppiert sind: Das Beispiel belegt, daß die vielgepriesene Besucherfreundlichkeit in wichtigen, weil attraktiven Marktsegmenten eher ab- als zugenommen hat. Oder ob die Messe AG die Desorientierung in diesem Segment gar mit Vorsatz betreibt, um wieder mal die "Kiddies" abzuschrecken? Wie auch immer: Wir sind gespannt auf das Feedback der Aussteller .

Die CeBIT-Video-Highlights

In zwei Bereichen von Digital Video sind dieses Jahr besonders viele und interessante Neuvorstellungen zu erwarten. Ganz heiß ist das Thema (wieder)beschreibbare DVD, ein echter Dauerbrenner dagegen die DV-Camcorder. Bei den DVD-Brennern ist eine volle Breitseite der Hersteller zu erwarten. Neben den bekannten Standalone-Geräten (Panasonic DMR-E20, Philips DVDR-1000, s. Vergleichstest in CV 1/02) stellt nun endlich auch Pioneer seinen DVD-RW-Recorder DVR 7000 der Öffentlichkeit vor und liefert noch im März aus (s. z.B. DVD-R-Report in CV 6/01). Als Nachfolger des bekannten DVD-PC-Brennerlaufwerkes DVR-A03 hat Pioneer außerdem den DVR-A04 am Messestand. Er kann als erstes DVD-R/-RW-Gerät zusätzlich CD-Rs und CD-RWs brennen.

Philips mit DVD+RW der 2. Generation

Doch das DVD+RW-Lager, nicht faul, kann schon die zweite Generation vorlegen: Philips stellt zwei abgespeckte Versionen des DVDR 1000 vor – abgespeckt auch im Preis: Das Modell DVDR 985 kommt noch im März für rund 1.400 € auf den Markt, sein Brüderchen DVDR 980 ebenfalls im März für nochmals 100 € weniger. Der DVDR 985 kommt mit i.Link-Schnittstelle (FireWire/IEEE1394) für den direkten Anschluß von DV-Camcordern, der DVDR 980 ohne. Beide verfügen über analoge Signaleingänge für FBAS/Composite, S-Video und RGB, einen Tuner zur Aufnahme des TV-Programms sowie den VBR-Aufnahmemodus (Variable Bitrate). Je nach gewählter Qualitätsstufe passen 1 bis 4 Stunden Video auf ein Medium. Nach halbjähriger Durchstrecke sollen ab CeBIT nun auch die einmal beschreibbaren DVD+R-Medien zum Einzelpreis von 12 € erhältlich sein. Für den DVDR 1000 (der weiterhin zum Preis von 2.000 € auf dem Markt bleibt) ist inzwischen ein kostenloses Betriebssystem-Update erhältlich, das ihn ebenfalls DVD+R-fähig macht.

Ab Mai bringt Philips übrigens seinen ersten Personal Video Recorder (PVR) heraus, den HDR1000: integrierter DVD-Player (nein, noch kein Recorder...), 40GB-Platte, TimeShifting, analoger TV-Tuner und Steuerung über Bildschirmmenü. Der Preis wird bei 1.200 € liegen. Er wird ebenso auf der CeBIT vorgestellt wie Philips’ erste Set-top-Box für die Multimedia Home Platform (MHP), die freilich erst in der zweiten Jahreshälfte zum Preis von etwa 500 € ausgeliefert werden soll.

DVD-Brenner für PC

Die meisten DVD-Recorder werden auf der CeBIT in der Gestalt von PC-Laufwerken daherkommen, und zwar auch an den Ständen von Herstellern aus der zweiten Reihe: Angekündigt haben TDK (DVD-R/-RW, Auslieferung im 2. Quartal), Waitec, Traxdata (beide DVD+R/+RW) und Vivastar (DVD-R/-RAM, s. Test in diesem Heft). Zu sehen sein wird auch die externe Version des Vivastar-Laufwerkes, der RS-121. LG Electronics schließlich bringt den GMA-4020B nach Hannover, das erste DVD-Multi-Laufwerk (s. News-Special in CV 1/02 und Firmen-News auf S. 17 in diesem Heft). Eine echte Sensation könnte Ricoh im Messegepäck haben: Die Firma, deren internen DVD-Brenner Branchengrößen wie Hewlett-Packard, Philips und sogar Sony unter eigenem Label verkaufen, hat sein erstes DVD+RW-Gerät mit USB 2.0-Anschluß so gut wie fertig – DVD-Brenner als Plug&Play! Einen roten Faden durch das DVD-Formatchaos will auf der CeBIT übrigens Fuji Magnetics mittels einer DVD-Aufklärungskampagne bieten – ein Besuch dort könnte sich lohnen.

Invasion der DV-Camcorder

Wer auf die CeBIT fährt, um sich einen neuen DV-Camcorder auszusuchen, der wird voll auf seine Kosten kommen: Mindestens 25 nagelneue Geräte aller Preis- und Ausstattungsklassen werden gezeigt, allein 11 davon bei Sony: Da wären zunächst für Einsteiger vier Digital8-Geräte aus der DCR-TRV-Serie (die Modelle 140, 238, 240 und 340 mit Preisen zwischen 719 und 899 €, Auslieferung seit Februar) und zwei MiniDV-Camcorder namens DCR-TRV16 und -18 (999 bzw. 1.129 €, Auslieferung voraussichtlich ab Mai). Sie haben im Gegensatz zu den Sony-Linsen der D8-Modelle bereits ein Objektiv von Carl Zeiss.

Spannender und damit teurer wird’s bei den fünf Modellen, die auf einen neuen 1,5 Megapixel HAD CCD-Bildwandler setzen. Der Chip liefert 4,7 Millionen Bildpunkte und soll für gestochen scharfe Kontraste und eine hohe Farbtreue sorgen. Sony hat die Produktfamilie mit dem neuen Chip "Mega-Camcorder" getauft und stellt zunächst fünf Mitglieder vor. Die beiden Mega D8-Camcorder sind die DCR-TRV738 und -740 (1.029 und 1.129 €, ab Anfang April); sie sind kleiner und leichter als ihre Vorgänger, haben einen optischen 15fach-Zoom (420x digital) und ein Sony-Objektiv. Zu ihnen gesellen sich drei MiniDV-Camcorder mit Zeiss-Objektiv Vario-Sonnar, zum einen die beiden Handycams DCR-TRV24 und -25 (1.249 und 1.399 €, ab Mai) sowie der Internetspezialist DCR-TRV50 mit Bluetooth für das Surfen im Internet und den Email-Versand (1.999 €, ab Juni). Das Topmodell bietet zusätzlich Funktionen wie einen Laser-Autofokus und Spot Meter zur Feinabstimmung. Nur die MiniDV-Serie hat den MemoryStick, alle dafür den Super NightShot (Infrarotlicht), Video-Mail im Format MPEG EX und die Webcam-Funktion über die USB-Schnittstelle (320x240 Pixel). Serienmäßig DV-In-freigeschaltet sind die Modelle 740, 25 und 50.

Panasonic: Neuer 3-Chipper

Trotz der neuen Sony-Modelle könnte es allerdings sein, daß Panasonic und JVC dem Erzrivalen diesmal die Schau stehlen. Denn beide präsentieren erstmals ihre neuen Dreichip-DV-Camcorder der Öffentlichkeit (wie auch eine Reihe anderer Highlights). Der von Panasonic lag quasi in der Luft: Das vom Einchip-Modell NV-MX8 her bekannte Gehäuse schrie geradezu nach seiner Ausstattung mit drei Bildwandlern. Nun ist sie da, die neue NV-MX350, und sie gliche der MX8 aufs Haar (inklusive des Leica-Dicomar-Objektives), wäre da nicht eben dieser fette "3CCD"-Schriftzug auf dem LCD-Bildschirm. Noch eine Änderung gegenüber der MX8: Der Panasonic-CCD schafft im Fotomodus 1,8 Megapixel – ebenfalls ein wenig mehr als bei Sony. Wir konnten uns vorab von der Video- und Standbild-Qualität überzeugen: Sie erscheint auf den ersten Blick makellos. Da sind wir aber mal gespannt auf den direkten Vergleich gegen Sonys VX2000 ... Weitere Merkmale sind ein 3,5 Zoll großer LCD, Bildstabilisator, SD-Card, Bluetooth, USB, DV- und Analog-I/O und ein 12x Optikzoom. Der Preis: voraussichtlich 2.499 € (500 € weniger als bei der Vorgängerin MX300), ausgeliefert wird im April.

Noch einen absoluten "Show Stopper" zeigt Panasonic auf der CeBIT, die SV-AV10. Wie klein dieser Multifunktions-Camcorder ist, zeigt unser Bild: gerade mal 28x50x87mm mißt sie, bei 98 Gramm Gewicht. Möglich wird solcherlei Schrumpfung nur durch den Verzicht auf das DV-Bandlaufwerk – die AV10 zeichnet Video im MPEG-4-Format (640x480) auf SD-Card auf, etwa 2 Stunden auf ein 64MB-Kärtchen – und auf weite Teile der aufwendigen CCD-Elektronik: Denn die AV10 hat gar kein CCD, sie hat einen CMOS-Sensor (Complementary Metal Oxide Semiconductor). Auf ihm sitzen neben den lichtempfindlichen Sensoren der Bildspeicher ein Analog-Digital-Wandler, die Rauschunterdrückung und die gesamte Auswertungselektronik für die Bilddaten. Außerdem fungiert das Hosentaschentool als Diktiergerät, AAC/MP3-Player und digitaler Fotoknipser. Panasonic Deutschland hat angekündigt, die SV-AV10, die in den USA 385 US-Dollar kostet, "aggressiv zu pricen".

Ganz "normale" DV-Camcorder hat Panasonic ebenfalls zu bieten: die NV-GS1 (800.000 Pixel, Bluetooth, 899 €), GS3 (wie die GS1, doch zusätzlich mit DV-In, 999 €) und die GS5 (wie GS3, doch zusätzlich mit SD-Card, USB und Analogeingang, 1.299 €); alle drei werden ab März ausgeliefert. Dann kämen da noch ebenfalls im März die Einsteigermodelle NV-DS29 und -30 für 749 bzw. 849 € auf den Markt sowie (als Nachfolger der NV-MX2, die ausläuft) im Juni die NV-GX7 mit Leica Dicomar, Megapixel-Chip und Bluetooth für 1.599 €. Ansonsten liegt der Messeschwerpunkt bei Panasonic ganz klar auf der ersten Digitalfoto-Produktfamilie, genannt Lumix (alle mit Leica-Objektiven).

JVC: 3-Chip "StreamCorder"

JVC Professional hat seit zwei Jahren den Low-End-Profimarkt kräftig mit seinen 3-Chip-Kameras GY-DV500, 550 und 700 aufgemischt (s. Tests in CV 4/00 und CV 3/01). Nun wird die Serie nach unten hin mit der GY-DV300 abgerundet, ein direkter Angriff auf Sonys DSR-PD150. Neben Profifeatures wie 1/3-Zoll-CCDs, manueller Blenden- und Tonsteuerung für jeden Kanal oder zwei XLR-Anschlüssen für separate Mikrofone bietet JVC als optionales Zubehör eine Grundplatte an, auf die der Camcorder aufgeflanscht wird. In ihr arbeitet unter Linux ein kompletter kleiner Rechner, der die GY-DV300 in einen "StreamCorder" verwandelt: Der Rechner wandelt die DV-Signale der Kamera in Echtzeit in einen MPEG-4-Datenstrom um. In einen PCMCIA-Slot in der Platte passen Zubehörmodule (Netzwerk- oder Funk-LAN-Adapter, Compact Flash-Karten u.a.), über die die MPEG-4-Daten direkt als ins Netzwerk oder Internet gespielt werden können. Da der Rechner zudem ein kompletter Webserver ist, kann über beliebige Browser von außen auf die Kamera zugegriffen werden. Die GY-DV300, die noch im März zu einem Preis unterhalb von 5.000 € ausgeliefert wird, ist bislang einzigartig – allein das schon ein Grund für einen Besuch auf der CeBIT 2002.

 

So machen Sie mehr aus Ihrem CeBIT-Besuch

Ob Sie nur kurz oder lang nach Hannover kommen: Sie machen mehr aus Ihrem CeBIT-Besuch, wenn Sie ihn gründlich vorbereiten. Bei mehr als 8.000 Ausstellern empfiehlt es sich zu fokussieren. Hier einige Tips:
1) Legen Sie sich eine CeBIT-Route zurecht. Mit dem CV-Messeführer für Digital Video und dem Hallenplan auf unserer Homepage vermeiden Sie unnötige Wege.
2) Mit der Ausstellersuche unter www.cebit.de/globis können Sie im Internet vorab die gemeldeten Aussteller und ihre Produkte lokalisieren. Der elektronische Spürhund stellt Ihnen auf Wunsch alle Anbieter einer Produktgruppe zusammen.
3) Teilen Sie sich die Aufgaben mit Gleichgesinnten. Vier Augen sehen mehr als zwei, Sie können Ihre Eindrücke abgleichen und sich austauschen.
4) Nach der CeBIT: Gute Nachbereitung ist ebenso wichtig wie intensive Vorbereitung. Sichten Sie die eingesammelten Unterlagen, fassen Sie via Internet oder bei Ihrem Händler nach. Haben Sie Video-Neuheiten oder -Technologien entdeckt, die bisher in CV fehlten? Schreiben Sie uns an uns oder an die Redaktion, Stichwort: CeBIT.


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