Editorial CV 5/01: Kennen Sie Tom?

 

Content ist der König: In der Medienindustrie sind die Inhalte der Stoff, aus dem die Träume sind. Wie der Filmregisseur von jenem Drehbuch träumt, das ihm seinen nächsten Blockbuster beschert, so sehnt sich der Fernsehmacher nach den Exklusivbildern von der News-Story, die Boygroup vom Number One Hit, der Chefredakteur nach der sauber recherchierten Titelgeschichte, der fetten Schlagzeile. Sie alle produzieren mediale Inhalte, die die Kasse klingeln lassen — und daher ist Content bekanntlich King.

Mit dem Aufkommen des Internet schien diese Grundregel plötzlich ausgehebelt. Content-Portale schossen wie Pilze aus dem Boden, topaktuell, vielseitig, mit Volltextsuche, und vor allem: Der Anwender mußte keinen Pfennig für die Information zahlen. Was zunächst nach ernsthafter Bedrohung — manche sagten schon: nach dem mittelfristig sicheren Tod — der etablierten Medienverkaufsmaschinerie roch, hat sich inzwischen ins Gegenteil verkehrt: kaum ein News-Portal, das satte schwarze Zahlen schriebe. Mit dem Hightech-Crash bleiben die Werbegelder aus, viele Business-Modelle hinken, und die Macher sind händeringend auf der Suche nach Wegen, den teuren Content doch noch gewinnbringend zu vermarkten. Die Folge: Immer mehr Portale steigen aufs Bezahlmodell um, verkaufen ihre Inhalte auf Per-Klick-Basis oder im Abo. Machen Sie sich schon mal darauf gefaßt: Content wird mittelfristig auch im Internet auf breiter Front kostenpflichtig.

Denn die Produktion von Inhalten ist teuer: Auch Online-Redakteure arbeiten nicht für Luft und Liebe, Programmierung und Unterhalt einer funktionsreichen Website sind teuer; und sobald Besucher der Website auf Anfrage ihre Probleme gelöst bekommen ("Mein X-Rechner mit der Y-Schnittkarte unter dem Z-Betriebssystem stürzt immer ab, wenn ich A-B-C mache..."), so kann der Betreiber getrost schon mal ein paar Online-Supporter einstellen. Die erledigen dann, was eigentlich Aufgabe der Hersteller wäre, oder jene von Firmen, die sich auf diese Dienstleistung spezialisiert haben.

ComputerVideo lebt von der Produktion und vom Verkauf gedruckter Inhalte, nicht von einer Online-Dienstleistung. Wir haben uns trotzdem Gedanken darüber gemacht, wie wir Ihnen im Internet einen noch besseren Service bieten können als bisher. Und sind auf einen Weg gestoßen, der Ihnen einen wichtigen Teil der benötigten Informationen liefern kann, und zwar ausdrücklich weiterhin kostenlos: jenen nämlich, bei dem es um den Rechner-Aspekt des Videoschnitts geht.

Gestatten Sie, daß wir Ihnen jemanden vorstellen: Dr. Thomas Pabst, den Gründer von "Tom’s Hardware", mit etwa 3 Millionen Seitenabrufen pro Monat eine der klickstärksten unabhängigen PC-Hardwareseiten im deutschsprachigen Internet (mit weltweiten Verzweigungen). Www.tomshardware.de bietet so ungefähr alles, was sich um zentrale PC-Zutaten wie Prozessoren, Chipsets, Speicher, Motherboards und Peripherie wie Festplatten oder Grafikkarten dreht. Tom’s Hardware genießt den legendären Ruf, kompetent, hartnäckig und in beliebiger Detailtiefe die Neuerungen auf dem Markt zu besprechen und ihr Zusammenspiel zu testen.

ComputerVideo is proud to present: Ab sofort kooperieren Tom’s Hardware und CV in Sachen Content. Ausgewählte Artikel aus ComputerVideo finden Sie nun auch bei Tom, relevante Beiträge der Hardware-Page auf www.computervideo.de. Das sind in erster Linie solche Infos, die mit dem Rechner als Host-System für Digital Video-Anwendungen und der Nachbearbeitung zu tun haben. Schauen Sie also regelmäßig auf die Seiten der beiden Partner. Wir sind zuversichtlich, dort einige der PC-abhängigen Probleme adressieren zu können, die Digital Video heutzutage plagen. Sicher nicht in jedem Einzelfall, nicht immer. Aber immer öfter.

Ihr Roland Schäfer
Herausgeber ComputerVideo

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