Sony HDV: Jetzt kommt die Profischwester
Sony stellt ab Februar seinem neuen HDV-Dreichipper HDR-FX1 (s. Test ab S. 18)
eine große Schwester aus dem Profilager zur Seite (vgl. dazu bereits CeBIT-Report in CV
3/04). Die HVR-Z1E nimmt zum Preis von 5.500 € (zzgl. MwSt.) HDV wie die FX1 im
1080i-Verfahren auf, außerdem konventionelle DV-Signale sowie DVCAM. Sie hat mehr als 40
zusätzliche Funktionen, die auf die Anforderungen von Profis zugeschnitten sind: Eine der
wichtigsten sind die symmetrischen 2-Kanal-XLR-Audio-Eingänge, deren Eingangspegel
unabhängig voneinander geregelt werden können. Externe Mikrofone können mit
Phantomspannung von +48 V gespeist werden. Der Sucher ist von Farbe auf Schwarzweiß
umschaltbar, flexible Timecode- und User-Bits-Einstellungen werden ebenfalls unterstützt.
Im Gegensatz zur FX1 kann die Z1 außerdem herunterkonvertiertes Material im echten
4:3-Seitenverhältnis ausgeben (die FX1 nur 16:9 Letterbox). Dabei werden überschüssige
Teile des Bildes durch 4:3-Marker im Sucher dargestellt und bei der Ausgabe abgeschnitten
(„Edge Crop“). Für den benutzerdefinierten Gebrauch stehen sechs Tasten zur
Verfügung, die mit einer Auswahl aus 10 Parametern belegt werden, darunter Hyper Gain,
AE-Override, Weißabgleich für Außenaufnahmen und Safety-Marker. Weil die Z1 zwischen
1080/50i und 1080/60i bzw. PAL und NTSC umschaltbar ist, wird weltweit nur noch ein Modell
benötigt. Ein detaillierter Feature-Vergleich zwischen FX1 und Z1 findet sich – derzeit
nur auf Englisch – auf www.sonybiz.net. Ergänzend
bringt Sony zum Preis von 3.600 € (zzgl. MwSt.) den kompakten Videorecorder HVR-M10E auf
den Markt, der ebenfalls DV, DVCAM und HDV beherrscht. Außerdem hat er ein
16:9-LCD-Farbdisplay und läßt sich über Netzteil wie mit Batterien betreiben. Beide
Geräte sollen im Februar ausgeliefert werden.
Multicam im Schachtelformat
Samsung hat sein neues Camcorder-Multitalent MiniKet rechtzeitig zum
Weihnachtsgeschäft in die Regale bekommen. Wie schon in unserem Photokina-Bericht
angekündigt (s. CV 6/04), nimmt der gerade mal zigarettenschachtelgroße MPEG4-Camcorder
mit integriertem 1 GB Speicherchip (Modell VMM2100) neben Video auch Fotos mit einer
Auflösung von bis zu 2,1 Megapixeln auf. Zugleich dient er als Sprachrekorder und
MP3-Player. Für zusätzlichen Speicherplatz ist ein MultiCard Slot mit an Bord. Im
Miniket arbeiten ein 1/3,6“-CCD und ein transreflektiver 2“-LCD-Sucher. Daten zwischen
Kamera und PC werden über USB 2.0 ausgetauscht. Ein kleinerer Bruder mit 512 MB internem
Speicher (Modell VM-M2050) ist bereits auf dem Markt. Der „Große“ kommt laut Samsung
im Dezember für unter 1.000 Euro (www.samsung.de).
Speicherriesen: Pioneers
neue DVD-HDD-Kombis
Mit satten 250 GB Fassungsvermögen, oder anders gesagt: einer Aufnahmekapazität
von bis zu 433 Stunden bietet Pioneers neuer DVR-920H mehr als ausreichend Platz für ein
beachtliches Videoarchiv. Sollte es trotzdem einmal zu eng werden, lassen sich die Daten
verlustfrei mit bis zu 55-facher Geschwindigkeit auf DVD (-R/-RW) bannen. Ausgestattet mit
einer HDMI-Schnittstelle (High Definition Multimedia Interface), läßt sich das Gerät
problemlos in digitale Heimkino-Systeme integrieren, da sowohl Audio- als auch Videodaten
(bi-direktional) digital übertragen werden. HDMI ist abwärtskompatibel zum DVI-Standard
und kann entsprechend mit DVI-tauglichen Wiedergabegeräten (über ein Adapterkabel)
verwendet werden. HighEnd Audio- und Videoqualität liefert auch die 14-Bit
Signalverarbeitung des DVR-920H. Selbstverständlich hat das Gerät die Pioneer-üblichen
PVR-Funktionen wie u.a. Advanced Disc Navigator, EasyTimer, Timeshift-Option oder
verschiedene Aufnahmemodi und Qualitätsstufen mit an Bord. Als etwas kostengünstigere
Ausführung im Vergleich zu seinem Vorgänger (dem DVR-520H) erweist sich der ebenfalls
neue DVR-420H. Dieses neue Modell besitzt keinen DV-Ein-/Ausgang und ist daher für den
DVD-Recorder-Einsteiger ohne Camcorder-Ambitionen eine Alternative. Die integrierte 80
GB-Festplatte bietet Platz für mehr als 100 Stunden Videoaufnahmen, die mit 48facher
Geschwindigkeit auf einem DVD-R-Medium gesichert werden können. Der DVR-420H ist bereits
jetzt zum Listenpreis von 749 € im Handel. Das Modell DVR-920H wird laut Pioneer im
Dezember ausgeliefert. Ein Preis steht noch nicht fest (www.pioneer.de).
Edius NX und Pro 3: HDV in Echtzeit
Mit den Camcordern kommen die Editing-Tools für HDV. Mit dem brandneueb Edius NX
für HDV von Canopus können aber nicht nur HD-Videoformate (High Definition), sondern
auch SD-Formate (Standard Definition, wie DV oder MPEG2) in einem einzigen Schnittprojekt
verarbeitet und ausgegeben werden. Dazu stehen eine Reihe analoger und digitaler
Ein-/Ausgänge für DV, S-Video, FBAS/Composite und Unbalanced Video zur Verfügung. Das
Edius NX for HDV Paket, bestehend aus Schnittkarte und neuer Editing-Software (s.u.), soll
in Kürze für 1.299 € erhältlich sein. Ein Erweiterungspaket mit
Echtzeit-Komponenten-Videoausgang für HD und SD (volle Auflösung und Qualität) soll 799
€ kosten.
Außerdem kündigte Canopus Edius Pro 3 an, die neuste Version seiner nonlinearen
Videoschnittsoftware. Es ist bereits in den Edius Schnittsystemen HD, SD und SP/NX for HDV
integriert. Edius Pro 3 bietet dem Editor Mixed Format Editing mit HD und SD durchgängig
in Echtzeit. Bei den Formaten werden HD, HDV, DV, MPEG2, Lossless und Uncompressed Video
unterstützt. Edius Pro 3 transkodiert dabei eigenständig und in Echtzeit zwischen den
unterschiedlichen Auflösungen, Abbildungsverhältnissen, Bildraten und Videonormen (NTSC
und PAL).
Die Grundlage für die Echtzeitfähigkeit bei HD und HDV ist der Canopus HQ Codec. Er
verarbeitet einstellbare variable Bitraten und Chroma-Sampling auf Leveln, die noch über
das professionelle HDCAM-Format hinausgehen. Der Anwender kann HDV nativ als MPEG2
Transport Stream schneiden oder auch direkt von der HDV-Quelle in den Canopus HQ Codec
capturen. Daneben umfaßt Edius Pro 3 zahlreiche neue Funktionen wie QuickTime-Import auf
die Timeline, einen neuen Canopus Lossless-Codec für verlustfreies Capturing von
SD-Material, verbesserten Weißabgleich, einen Layer-Blendenkeyer für das Compositing,
den Canopus Quick Titler inklusive Roll/Crawl-Unterstützung, verbesserte Audiobearbeitung
mit Kanalauswahl und eine optimierte, für jeden User konfigurierbare Benutzeroberfläche.
Bis Ende Februar können registrierte Anwender von Edius 2.x das Edius Pro 3-Upgrade für
149 € kaufen; für Anwender von Edius 1.x kostet es 199 €. Der Preis der Vollversion
liegt bei 699 € (ab Februar 2005 im autorisierten Fachhandel). Das Codec Option Pack
(mit Unterstützung für DVCPRO 50 und DVCPRO HD) kostet 999 €.
Mit Let’s Create DVD von Canopus lassen sich sowohl MPEG-Daten als auch HD-Video
innerhalb eines Projektes editieren, mit Effekten versehen und arrangieren. Das fertige
Schnittprojekt kann inklusive Kapitelmarken und Menüs – erstellt z.B. über die
integrierten Assistenten und Vorlagen – auf DVD gebrannt werden, ohne daß der Anwender
auf eine weitere Authoring-Software zurückgreifen muß. Neben der Unterstützung von
MPEG1/-2 und HDV 720p-Material bietet die Software ein Werkzeug zum Import von DVD-Video,
diverse Audiokontrollfunktionen zur Gewährleistung einer optimalen
Audio-/Videosynchronisation sowie einige hauseigene MPEG-Encoding-Tools. Die
Download-Version von Let’s Create DVD gibt’s zum Schnäppchenpreis von 45 €. Als
Upgrade von MPEGCraft DVD oder MPEGCraft/HomeEdge kostet sie 34 € (Info für alle
Produkte auf www.canopus.de).
JVC: doppelt? 3fach!
JVC hat seinen ersten Triple-Recorder gebaut: Der DR-MX1 hat einen DVD-, VHS
HiFi- und Festplattenrecorder an Bord. Daraus ergeben sich sechs interne
Überspielvarianten (jeweils von und nach HDD, DVD und VHS) und weitere
Aufzeichnungsvielfalt durch den integrierten Doppel-TV-Tuner. Die Festplatte liefert mit
ihren 160 GB je nach Qualitätsstufe eine Aufzeichnungsdauer von 36 bis 300 Stunden,
während der DVD-Recorder (DVD-RAM, DVD-RW, DVD-VR und DVD Video) bis zu 8 Stunden
aufzeichnet. Hinzu kommt die Kapazität des VHS-Laufwerkes. Die Überspielung von
Festplatte auf DVD kann in 32-facher Geschwindigkeit erfolgen. Die drei Recorder arbeiten
völlig unabhängig voneinander, sodaß mit dem Doppeltuner zeitgleich zwei
unterschiedliche Programme aufgezeichnet werden können – wahlweise auf Festplatte, DVD
oder VHS. Ebenso kann gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden. Zusätzlich
bietet die Festplatte noch die Aufzeichnungsvarianten Live-Mitschnitt, Retro-Active- und
Überlängen-Aufnahme sowie Programmteilung. In Sachen Bildqualität zeichnet sich der
DR-MX1 durch seine PAL Progressive Bildtechnologie (625/25p) sowie die Leistungsfähigkeit
der neuen MPEG-Prozessoren aus. Neben der hochauflösenden grafischen Benutzeroberfläche
stehen dem Anwender beispielsweise eine integrierte DVD-Filmdatenbank, HDD/ DVD-Navigation
mit animierten Indexbildern und ein Video-Navigationssystem zur Verfügung. Der JVC DR-MX1
wird seit Ende November zum empfohlenen Verkaufspreis von 1.199 € (inkl. MwSt.)
ausgeliefert (weitere Infos auf www.jvc.de).
Erster DVD-Player für Nero Digital
In Kooperation mit der Firma Siemssen stellt Ahead Software den ersten Standalone
DVD-Player für die Wiedergabe von Videodaten im Format Nero Digital vor. Der SCO 5000ND
spielt neben üblichen Formaten wie MP3, JPEG, VCD und SVCD auch MPEG4-Daten ab, die zuvor
mit der Software Nero Recode enkodiert wurden. Laut Hersteller beanspruchen derartig
komprimierte Videos lediglich einen Bruchteil der ursprünglichen Speichergröße. Musik-
und Bilddaten können ebenfalls über einen integrierten 5-in-1-Kartenleser eingespielt
werden. Selbst DivX- und Xvid-Videos sowie DVD-Audio meistert der Player, der noch im
Dezember für 99 € auf den Markt kommt (www.siemssen-resale.de).
NewTek VT4: Video live toasten
Der VideoToaster 4 (VT4) ist die neue Video-Komplettlösung von NewTek. Das Paket
aus Soft- und Hardware unterstützt alle gängigen Videoformate und läßt sich sowohl
live (z.B. Live Internet Streaming) als auch zur Postproduktion im Studio einsetzen.
Hardwareseitig wartet die neue Version mit 4-Kanal-Audio-Unterstützung (In/Out), Echtzeit
Video Preview, integrierter Genlock-Option und 66 MHz PCI Bus Speed auf. Hinzu kommen u.a.
ein verbessertes Chromakeying, Echtzeitaudiofilter, Livemischer, DVD Authoring Bundle und
die Animations- und Modelingsoftware LightWave 8. VT4 ist kompatibel mit After Effects,
Combustion, Digital Fusion und anderen Schnittprogrammen (www.jocomp.de).
Hol’s rein mit dem XRecorder
An den XRecorder VX2000 von AOpen lassen sich analoge (z.B. Hi8-Kamera, Tapedeck,
Videorekorder) sowie digitale (Mini-DV) Audio-/Video Quellen anschließen und ihre Signale
per USB 2.0-Schnittstelle auf PC oder Notebook übertragen. Das Material wird in Echtzeit
(z.B. ins MPEG-2-Format) enkodiert und kann ohne Umwege auf CD/DVD gebrannt werden. Die
externe Wandlerbox enthält zusätzlich einen Philips Deluxe TV-Tuner mit Time-Shifting
Funktion, der das Aufzeichnen von Fernsehsendungen ermöglicht. Im Lieferumfang sind neben
Kabeln und einer Fernbedienung die Ulead-Programme PhotoImpact 7, VideoStudio 7 und
Video@Home enthalten. Der Preis liegt bei 129 € (www.aopen.de).
Terratec Grabster AV250
Wer sich noch nicht ausgiebig mit den Themen Video Capturing, Verarbeitung und
Ausgabe auf CD/DVD beschäftigt hat, findet laut Hersteller Terratec im Grabster AV 250
ein passendes Einstiegspaket. Grabster AV 250 ist eine externe Wandlerbox, die den PC
über USB 2.0 mit Geräten mit analogen Videoausgängen (über Composite-, S-Video und
Stereo-Audio-Eingänge) verbindet. So lassen sich analoge Videodaten von Camcorder,
DVD-Player, Sat-Receiver, Videorekorder oder anderen Quellen auf den PC übertragen und
mittels der beigefügten Vollversion von Uleads Filmbrennerei 2 ohne Umwege auf CD
(VCD/SVCD) und DVD (inkl. Menüs) brennen. Grabster AV 250 ist ab sofort für 99,99 € zu
haben (www.terratec.de).
Heimkino auf Reisen
Wer unterwegs nicht auf Filme, Musik oder Fotos verzichten will, kann seinen
Multimediadaten mit dem neuen portablen Mediaplayer (pMVP) von Hauppauge Beine machen. Die
integrierte 20 GB Festplatte speichert Videos (MPEG4, DivX), Sounds (MP3, WMA) und Bilder
(JPEG, GIF, BMP). Wiedergegeben werden die Mediendateien wahlweise über das rückseitige
7“ Farbdisplay (16:9, max. Auflösung 720x480 Pixel) oder über die
Audio-/Videoausgangsbuchse auf einem Fernseher/Hifi-System. Daten vom PC werden über USB
2.0 auf den pMVP übertragen. Zusätzlich können Bilder, Musik und Videos über
entsprechende Eingangsbuchsen direkt auf das Gerät aufgezeichnet werden. Für die mobile
Stromversorgung des pMVP sorgt ein eingebauter Lithium-Polymer Akku mit einer
Einsatzbereitschaft von etwa 2,5 Stunden. Außerdem liegt ein externes Netzteil bei. Der
pMVP wiegt rund 570 g und ist für 599 € ab sofort im Handel verfügbar (www.hauppauge.de).
Magix: Die 2005er sind da
Das Berliner Softwareunternehmen Magix ist mit seinen neuen Produktversionen
bereits im nächsten Jahr angekommen. Seit Anfang Oktober erhältlich sind die Programme
Magix Fotos auf CD & DVD 4.0 deLuxe und Magix Filme auf CD & DVD 4.0. Mit
verbesserten Assistenten wie z.B. dem StoryMaker lassen sich aus verstaubten
Fotosammlungen in wenigen Schritten bewegte, musikuntermalte und effektvolle Diashows
erstellen und auf CD oder DVD brennen. Fotos auf CD & DVD 4.0 deLuxe (plus
Nachvertonungs- und Vorlagen-CD) gibt es für 59,99 € im Handel. Filme im VHS-Format
können mittels der in Filme auf CD & DVD integrierten Kopierautomatik direkt ins
MPEG-Format digitalisiert werden und zum Brennen mit Menüs und Kapitelmarken bestückt
werden. Zusätzlich bietet die Software PVR-Funktionen (Personal Video Recorder) wie
Timeshifting oder EPG. Der Preis für Filme auf CD & DVD 4.0 liegt bei 39,99 €.
Ebenfalls in eine neue Runde gehen die Programme Music Studio 2005 deLuxe und Video deLuxe
2005. Zum 10-jährigen Jubiläum seiner Audio- und MIDI-Recording-Lösung wurde Music
Studio runderneuert: Elastic Audio (automatische Tonhöhenerkennung und -korrektur
monophonen Audiomaterials), LiViD (Erzeugen von Drum-Grooves per Knopfdruck) oder die neue
Vintage Effekt Suite (Chorus, Flanger, Mod-Filter, Delay) bieten einen vielfältigen
Kreativspielraum für komplexe Audioprojekte. Ein Aufgabenassistent unterstützt den User
dabei mit zahlreichen Workshops. Die Jubiläumsversion kostet 69,99 €. Neuerungsfreudig
zeigt sich auch der Nachfolger von Video deLuxe (s. Test ab S. 25). High-Definition-Video
Import und -Brennen, die Möglichkeit zum Import von Mehrkanalton, der integrierte
TV/Videorecorder oder der StoryMaker sind einige der Tools, die das Programm in der
Plus-Version für 99,99 € zu bieten hat. Die leicht abgespeckte Classic-Version ist für
59,99 € erhältlich (www.magix.de).
AVer: Digital — terrestrisch
— mobil
AVerMedia bringt mit dem AVerTV DVB-T USB2.0 A800 eine externe TV Tuner-Box für
digitales, terrestrisches Fernsehen am Notebook. Das HDTV (1080i)-fähige
Plug&Play-Gerät verfügt über einen Panasonic-Tuner und wartet mit Bilddarstellung
im 16:9 Widescreen-Modus und komfortablen TV- und Videorekorder-Funktionen auf:
16-Kanal-Vorschau, automatischer Sender- und Kanalsuchlauf, Programm- und Aufnahmeplaner
sowie Playback und Time-Shifting für zeitversetzes Fernsehen oder Standbildaufnahmen. Als
Videorekorder stellt er Funktionen wie Echtzeit-Aufnahme in MPEG2, EPG (Electronic Program
Guide) und Teletext (DVB-Standard) bereit. Eine IR-Fernbedienung wird mitgeliefert. Über
USB 2.0 werden die Daten mit dem PC ausgetauscht (Windows XP, 2000). Das AVerTV DVB-T
USB2.0 A800 ist zum Preis von 119 € im Fachhandel (www.avermedia.de).
Surround-Mikro für 7.1
Die kleine Firma Holophone, eine Tochter der kanadischen Rising Sun Productions
Ltd., hat das weltweit erste Profimikrofon für die diskrete Aufzeichnung von 7.1 Surround
Sound vorgestellt. Das patentierte H2-Pro hat 8 DPA-Mikros (Modell 4060) eingebaut, die
per 8 XLR-Kabel an geeignete Multikanal-Vorverstärker, Aufnahme- und
Nachbearbeitungskonsolen sowie portable Festplattenrecorder angeschlossen werden können.
Außerdem ist es kompatibel mit Consumer-Surroundformaten wie Dolby, DTS und Circle
Surround. Mit diesem Leistungsumfang empfiehlt sich das Leichtgewicht besonders für die
professionelle, realistische Aufzeichnung von Konzerten, Sport- und anderen
Großveranstaltungen, wo der Ton einen herausragenden Teil der Atmosphäre ausmacht. Das
H2-Pro, erstmals vorgestellt auf der NAB im April 2004, ist momentan das einzige diskrete
7.1-Mikro am Markt. Das absolute Profitool wird hierzulande über die Firma Mega Audio in
Bingen zum Preis von 6.000 € vertrieben (www.megaaudio.de).
Eine Mini-Variante für Consumer-Camcorder soll im Laufe des Jahres 2005 vorgestellt
werden.
Alias MotionBuilder 6
Alias hat eine neue Version seiner 3D Character Animation Software MotionBuilder
vorgestellt. In Version 6 wurde die Story Timeline verbessert, die Keyframing-Werkzeuge
erweitert sowie ein intelligentes Character Set-up (z.B. Auto-Rigging mit Human IK) und
Precision Animation Tools eingerichtet. Die Erstellung von Charakteranimationen für
Spiele, Film- und Fernsehproduktionen geht damit noch schneller und einfacher von der
Hand. Auch wurde die Arbeitsumgebung noch intuitiver gestaltet: Neu sind darin ein
High-Level Animation Editor, der überarbeitete Properties Viewer und die Möglichkeit,
Hotkeys anderer 3D-Pakete zu emulieren. Mit Hilfe einer vereinfachten Kamerasteuerung
lassen sich wiederholende Kamerabewegungen jetzt direkter umsetzen. Ein verbesserter
Viewer mit neuen Hot Buttons beschleunigt das Editieren der Animation. MotionBuilder 6
bietet zudem einen überarbeiteten Transform Manipulator und Handles, ein
Anfasser-Werkzeug, mit dem der Anwender eine bessere Kontrolle bezüglich Auswahl und
Manipulation von Objekten hat. MotionBuilder 6 unterstützt das plattformunabhängige
3D-Authoring- und Austauschformat FBX, mit dem MotionBuilder-Anwender 3D-Daten und Medien
von unterschiedlichen Quellen einlesen und austauschen können. Zwei Versionen für
Windows XP Professional und Mac OS X sind verfügbar: MotionBuilder Standard 6 kostet 895
€, die Pro 6-Version 3.875 € (jeweils zzgl. MwSt.). Eingeschlossen sind ein
Jahres-Wartungsvertrag inklusive Tech-Support und Upgrades. Auf www.alias.com liegt außerdem eine 30-Tage-Testversion von
MotionBuilder 6 bereit.