Bei Sony
geht’s rund
Filmen, Fotografieren und Abspielen mit nur einem Medium, das ist das Konzept bei
der 2. Generation von Sonys DVD-Handycams: DCR-DVD201, DCR-DVD101 und DCR-DVD91 sind schon
rein äußerlich deutlich kompakter und vom Design her attraktiver als die Vorgänger.
Für scharfe Aufnahmen sorgt ein Carl Zeiss Vario-Tessar-Objektiv mit 10-fach optischem
Zoom (120-fach digitalem). 6,35 Zentimeter mißt der Hybrid-LCD, der für komfortablere
Bedienung einen zusätzlichen Aufnahme- und Stop-Button eingebaut hat. DCR-DVD91 und
DVD101 verfügen über ein CCD mit 800.000 Pixeln, das der DVD201 löst sogar 1.070.000
Bildpunkte auf. Auf dem DVD-Player oder dem PC lassen sich die Schnappschüsse als Diashow
anschauen. Mit an Bord sind die Antiwackel-Funktion Super SteadyShot, der NightShot plus
für Aufnahmen in völliger Dunkelheit und -- bei DVD101 und-201 -- USB2 und Analog-I/O.
Das große Modell ist außerdem auf den hochauflösenden 16:9-Modus umschaltbar. Wird das
Videomaterial im „Video Recording Mode“ (VR-Modus) auf DVD-RW aufgenommen, dann lassen
sich Szenen leicht verschieben, teilen oder löschen und gleich zu einem Video
zusammenstellen. So erstellte DVDs lassen sich ohne Umweg auf kompatiblen DVD-Playern, dem
Computer oder einer Playstation 2 abspielen. Auf die acht Zentimeter großen, einseitig
oder doppelseitig bespielbaren DVD-R/-RW passen bis zu 60 Minuten pro Seite. Die Preise:
870 € für die DCR-DVD91, 950 € für die DVD101 und 1.050 € für die DVD201 (alle ab
Mai).
Apple in Motion
Eine Reihe von Neuheiten hat Apple auf der NAB präsentiert, darunter die neue
Applikation „Motion“, DVD Studio Pro 3, Shake 3.5 und Final Cut Pro HD. Mit Motion
lassen sich interaktive Animationen von Texten, Grafiken und Video erstellen. Es verfügt
über zahlreiche Filter und Partikel-Effekte mit direkter Vorschaufunktion. Als eine neue
Metapher führt Motion "Behaviors" ein (Verhaltensweisen), die es erlauben,
natürliche Bewegungen wie etwa Schwerkraft und Wind auf Buchstaben und Grafiken
anzuwenden, ohne dafür komplexe Keyframes anlegen zu müssen; ein Keyframe-Editor steht
aber alternativ ebenfalls bereit. Die "Behaviors" basieren auf prozeduralen
Animationstechniken, um natürliche Bewegungen oder Interaktionen zwischen Objekten wie
Anziehung und Abstoßung zu simulieren. Motion besitzt außerdem einen Partikel-Generator
mit realistischen Voreinstellungen für Effekte wie Rauch, Glanz und Feuer. Mit den
übrigen Profi-Anwendungen von Apple kann Motion Daten und Projekte austauschen. Motion
wird im Sommer im Apple Store und dem Fachhandel für 288,84 Euro (inkl. MwSt.)
erhältlich sein.
DVD Studio Pro 3 hat nun als neue Funktion die Alpha Transitions. Damit können trendige
DVDs erstellt werden, und die Funktion Graphical View ermöglicht es, das komplette
Projekt wie in einem Storyboard zu entwickeln. Außerdem ist die neueste Version des
Kompressionstools Compressor 1.2 enthalten, das HD-Material in MPEG-2 umgewandelt, sowie
das das Audioformat DTS 5.1 für optimalen Surround Sound (ab Mai, 521 €).
Apples Videoschnittsoftware Final Cut Pro ermöglicht es in der HD-Version erstmals, High
Definition-Video per FireWire-Kabel in Broadcast-Qualität aufzunehmen, zu bearbeiten und
auszugeben, ohne daß zusätzliche Hardware erforderlich wäre. Die Bearbeitung von
Panasonic DVCPRO HD erfolgt ohne erneute Kompression oder Qualitätseinbußen und bietet
eine HD-Vorschaukontrolle über ein Apple Cinema HD Display. Final Cut Pro HD kommt in
Kürze für 1.043 € in den Handel. Gemeinsam mit Panasonic hat Apple in Las Vegas
außerdem die weltweit erste Implementation von IEEE 1394 (FireWire) mit 100 MB/s DV-HD
vorgestellt; DV-HD ist der native Video-Codec von Panasonics Aufnahmesystem DVCPRO HD.
Dessen Material kann über die eingebaute IEEE 1394-Schnittstelle im Originalformat
(nativ) direkt in Final Cut Pro HD überspielt werden.
Die neue Version 3.5 von Shake, Apples Compositing-Tool für große Filmstudios, bietet
neue Morphing- und Warping-Werkzeuge für professionelles Compositing sowie zusätzliche
Special-Effects namens „Shape Shifting“. Shake 3.5 für Mac OS X kostet 3.130,84 €.
Weitere Infos zu allen Programmen und Updatepreise unter http://www. apple.de.
Adobe: Umfangreiche Updates für Premiere Pro & Co.
Adobe Systems hat auf der NAB-Messe in Las Vegas die nächsten Versionen seiner
vier „großen „ Kreativprogramme -- Premiere Pro 1.5, Encore DVD 1.5, After Effects
6.5 und Audition 1.5 -- sowie der dazugehörigen Video Collection mit insgesamt mehr als
200 neuen Features angekündigt. Mit Adobe Premiere Pro 1.5 lassen sich Industriestandards
wie Edit Decision Lists (EDL) und Advanced Authoring Format (AAF) im- und exportieren.
Version 1.5 unterstützt Panasonic-Kameras, die mit dem filmtauglichen Format 24PA
arbeiten, und ermöglicht die framegenaue Aufnahme, Bearbeitung und Ausgabe. Sie bietet
außerdem erweiterte HD-Fähigkeiten und ist mit einer Vielzahl zertifizierter
HD-Lösungen von Drittanbietern kompatibel.
Ein neuer Projekt-Manager ermöglicht Anwendern, unbenutztes Material aus einem Projekt zu
entfernen, Dateien zur besseren Archivierung oder Übertragung an einem Ort zu
konsolidieren und zwischen Online- und Offline-Editing zu wechseln. Die automatische
Farbanpassung vereinfacht den Prozeß der Farbkorrektur auf einzelnen oder mehreren
Farbkanälen eines Bildes, Frames oder einer ganzen Timeline. Bei der Animation von Video
oder Grafiken lassen sich Durch Bézier-Keyframe-Kontrollen sowohl Bewegungspfade
festlegen als auch die Geschwindigkeit steuern, wodurch harmonischere und realistischere
Ergebnisse erzielt werden. Der Preis liegt bei 890 € (bzw. 1.215 CHF) erhältlich sein.
In der Version 1.5 von Encore DVD (s. Test in CV 6/03) wurde die Bibliothekspalette
deutlich verbessert. Sie verwaltet nun auch Texte, Vektorformen und Hintergrundebenen.
Zahlreiche individuell veränderbare Menüs und Hunderte verschiedener Formen,
Schaltflächen und Schriftarten sind nun integriert. Als Import-Format steht nun auch
QuickTime zur Verfügung. Fertige DVD-Menüs können über einen externen PAL-Bildschirm
vor dem Brennen überprüft werden, ein Feature, was von zahlreichen Schnittkarten wie der
Matrox RT.X100 unterstützt wird. Außerdem läßt sich die Fensteranordnung für jeden
Arbeitsbereich jetzt speichern -- gut für Multiuser- und Multiprojekt-Authoringplätze.
Kostenpunkt: 650 € bzw. 889 CHF.
After Effects 6.5 verfügt nun über Animationsvorgaben: Sie speichern häufig benötigte
Einstellungen wie Effekte, Transformationen, Masken, Expressions und Text in einer Palette
für die wiederholte Verwendung. Gleiche Parameter können so auf mehrere Elemente
angewendet werden. Ein erweitertes Kopierwerkzeug erleichtert das Retuschieren. Beide
Versionen von After Effects 6.5 (Standard und Profesional) integrieren die
Farbkorrektur-Tools Auto-Farbe, Auto-Tonwertkorrektur, Auto-Kontrast und
Schatten/Glanzlicht. Um Material aus unterschiedlichen Quellen anzugleichen, verfügt
After Effects 6.5 Professional über drei Werkzeuge für den Abgleich von Körnung, die
Video wie Film aussehen lassen. Dank einer neuen Speicherpufferung und der Verwendung von
OpenGL sind die Echtzeit-Vorschauen jetzt noch rascher und präziser möglich. Die
Standard-Variante wird ca. 950 € kosten (1.299 CHF), die Professional-Variante 1.550 €
(2.109 CHF).
Im Audioprogramm Adobe Audition 1.5 ermöglicht es eine neue Funktion zur Bearbeitung von
Frequenzabständen dem Anwender, in der Spektralansicht einzelne Sequenzen nach Zeit und
Frequenz zu isolieren. Hintergrundgeräusche wie das Klingeln eines Telefons aus einem
Interview lassen sich nun leichter entfernen. Mit dem Werkzeug zur Korrektur der Tonhöhe
lassen sich abweichende Tonlagen beseitigen. Audition 1.5 enthält 20 Beispielsessions und
mehr als 500 neue Audio-Loops, sodaß Anwender nun aus über 5.000 lizenzfreien Loops
auswählen können. Der Preis: 350 € (485 CHF).
Alle vier Programme sind außerdem Bestandteil der Adobe Video Collection 2.5 für Windows
XP. In ihrer Standard-Version (1.550 € bzw. 2.109 CHF) ist die AE 6.5-Standard-Version
enthalten, in der Professional-Variante (2.270 EUR bzw. 3.085 CHF) stattdessen die
„große“ AE6.5-Version sowie zusätzlich Photoshop CS. Die Auslieferung aller 4
Programme (nur unter Windows XP) in deutscher Version sowie der Collections ist noch für
das 2. Quartal vorgesehen. Upgrade-Konditionen und weitere Infos finden sich unter http://www.adobe.de.
Panasonic: Dreichipper zum Dritten
Kaum stehen mit der NV-GS200 und ihrer kleinen Schwester GS120 die momentan
kleinsten Dreichipper der Welt in den Läden (s.a. Test ab S. 22), schiebt Panasonic auch
schon ein weiteres Modell nach. Zwar steht eine offizielle Ankündigung der NV-GS400 und
ihrer Features noch aus, dem Vernehmen nach ist sie allerdings als Nachfolgerin der MX500
mit Markteinführung im Juli geplant. Die vorläufigen Features sehen schon gut aus: drei
1/4,7-Zoll-CCDs, Leica Dicomar-Objektiv (f=3,3-39,6mm 1:1.6) mit 12x optischem Zoom und
MegaOIS-Bildstabilisierer (Optical Image Stabilizer), umschaltbarer, manueller Schärfe-
und Zoomring, 4.0 Megapixel Fotofunktion (JPEG, bis 2.304x1.728 Bildpunkte),
3,5-Zoll-LCD-Monitor, gleichzeitige Aufnahme von Video und 1MB-Standbildern,
SD-Speicherkarte, Webcam-Funktion, eingebauter Fotoblitz, USB2-Schnittstelle sowie DV- und
Analog I/O. Der Umschaltknopf zwischen Automatik- und Manuell-Funktionen ist -- gut
erreichbar für die linke Hand -- vorn links am Objektiv untergebracht, ebenso drei
weitere Umschalter für Fokus/Zoom, Verschluß/Blende und den Weißabgleich. Das
4ECM-Stereomikrofon hat eine Funktion zur Verringerung von Wind geräuschen eingebaut.
Außerdem gibt’s einen QuickStart-Schalter, der den Camcorder in Sekundenschnelle
einsatzbereit macht.
Bei den Softwarefunktionen (s.a. Test GS200) hat Panasonic einen „Pro Cinema-Modus“,
einen hochqualitativen 16:9-Modus, das Telemacro, die Colour Night View-Nachtsicht und
einen Soft Skin-Modus realisiert. Der Listenpreis in Deutschland wurde noch nicht
bekanntgegeben, dürfte unter 2.000 € liegen; der Straßenpreis wird in anderen
EU-Ländern gar bereits mit 1.675 € angegeben (http://www.panasonic.de).
USB2-Offensive von Pinnacle
Eines haben die neuen Videoprodukte von Pinnacle Systems gemein: Sie setzen
allesamt auf USB2 und verzichten auf den IEEE1394-Stecker. Als externe Schnittlösung
kommt die MovieBox Deluxe daher, das neue Flaggschiff der Studio 9-Produktfamilie. Bei ihr
kann ein DV-Camcorder an die USB2-Schnittstelle angeschlossen und das DV-Material ohne
Transkodieren über USB2 in den PC eingespielt werden; ganz ohne Firewire steuert Studio 9
den DV-Camcorder vom Rechner aus. Die metallicblaue Box, die außerdem Analogmaterial
digitalisiert, eignet sich somit besonders für den mobilen Schnitt am Laptop. Bearbeitete
Filme können auf analoge Bänder (z.B. VHS), zurück auf den DV-Camcorder gespielt,
direkt auf CDs und DVDs gebrannt werden, ins Internet gestellt oder per Email verschickt
werden. Die Box läuft auf PCs ab Pentium IV 1.6 GHz mit 256 MB RAM und Windows XP und ist
für 299 € im Handel.
Mit dem externen TV-Tuner PCTV USB2 (99 €) kann der Anwender Antennen- und
Kabel-TV-Programme auf einem PC oder Notebook mit USB 2.0-Anschlüssen empfangen und in
verschiedenen Auflösungsstufen bis hin zur vollen PAL-Auflösung in Echtzeit als MPEG-
oder DV-Datenstrom aufzeichnen. Ein zusätzlicher Stromanschluß ist nicht nötig.
Live-Pause, Timeshift und Instant Replay beherrscht PCTV USB2 ebenfalls, zudem lassen sich
Sendungen vorprogrammieren. Begleitend startet Pinnacle ein Gewinnspiel, Hauptpreis: eine
Reise für zwei Personen nach Lissabon zur Fußball-EM (Details s. Veranstaltungen).
Neu sind weiter zwei externe USB2-Schnittlösungen aus Pinnacles Dazzle-Produktfamilie,
der Digital Video Creator 90 und der DVC 120. Der DVC 90 (89 €) ist ein
handtellergroßes Video-Einspielkabel mit USB2-Anschluß (nicht abwärtskompatibel) und
digitalisiert über seinen FBAS/Y-C-Eingang Videos von sämtlichen analogen Quellen in
voller Qualität. Als Software liegt Studio QuickStart bei; mit seinen auf einen
Tastendruck aktivierbaren Video-Cleaning und Farbkorrektur-Werkzeugen und der
SmartMovie-Funktion ist es die richtige Software für Einsteiger. Die fertigen
Videoprojekte lassen sich auf Video-CDs, S-VCDs, DVDs oder als Web-Video ausgeben. Der
große Bruder DVC 120 (129 €) funktioniert zusätzlich an USB1-Anschlüssen und läuft
ebenfalls unter Windows 2000 und XP.
Ferner kommt Pinnacles Brenn- und Kopier-Suite InstantCD/DVD Version 8 als „Mega Pack“
auf den Markt. Zum gleichen Preis wie das Basisprodukt (69) gibt’s darin eine Special
Edition von Pinnacle Studio 9, die Diashow- und Digitalphoto-Software Instant Photo Album
sowie drei CD-Rohlinge und ein Label-Set mit dazu (http://www.pinnaclesys.de).
Ulead: Filmbrennerei 2 für alle
Ulead hat die Version 2 seiner einfache DVD-Authoring-Lösung „Filmbrennerei“
angekündigt, und zwar in den zwei Varianten Standard und Deluxe. Zu den bewährten
Funktionen wie der Nachbearbeitung wiederbeschreibbarer DVDs, Duplizieren nicht
kopiergeschützter DVDs und direktes DVD-Brennen (alle Formate) sind neue Features
hinzugekommen. Für die Bearbeitung von aufgenommenen Videos mit Originalton sowie für
Diashows kann der Anwender nun auch separate Musik in eine zweite Tonspur einfügen und
diese mit der ersten mischen oder den Ton als Endlosschleife einbinden. Die Lautstärke
zwischen beiden Spuren kann manuell angepaßt werden. Anwender können Videos nun direkt
schneiden, in Szenen aufsplitten, unerwünschte Werbung herausschneiden, die Szenen mit
neuen Übergangseffekten wieder zusammenfügen und betiteln; Gleiches gilt für Diashows.
FilmBrennerei 2 bietet nun Bewegungsmenüs mit bewegten Hintergründen und Schaltflächen
samt Echtzeitvorschau. DVD-kompatible MPEG-2-Videodateien können ohne neue
MPEG-2-Enkodierung direkt auf die DVD gebrannt werden. Außerdem kann begleitendes
Datenmaterial wie die originalen Bild-, Text- und Präsentationsdateien in einem
speziellen Ordner mitarchiviert werden. Die Deluxe-Version bietet zusätzlich einen Dolby
Digital Stereo AC-3 De- und Encoder für hochwertigen Raumklang, unterstützt den DVD-VR
Modus und ist zudem ein vollwertiges Brennprogramm auch für Daten- und
MP3-Audio-CDs/DVDs. Die Ulead FilmBrennerei 2 Standard kostet als Download über http://www.ulead.de 39,95 €, die Deluxe-Version
79,95 € (auch im Fachhandel erhältlich).
Ferner hat Ulead seine Unterstützung für die neuartige DVD-9-Dual
Layer-Aufnahmetechnologie für alle Ulead DVD-Authoring-Produkte bekanntgegeben. Dual
Layer-DVDs bieten mit 9GB etwa doppelt soviel Speicherplatz wie die herkömmliche DVD.
Außerdem gibt’s die Ulead-Programme PhotoExpress und VideoStudio nun auch für
Mobiltelefone: Die „M-Style“-Versionen bieten die Möglichkeit, Videos oder Fotos
direkt auf dem Handy zu bearbeiten und persönlich zu gestalten. Sie werden zusammen mit
der Jamba AG für ausgewählte Handys vertrieben, z.B. die 60-iger Serie von Nokia. Mit
der US-Firma Sorenson Media ging Ulead eine Kooperation ein. Künftig wird die Sorenson
Squeeze 3.5 Compression Suite mit Uleads professionellen Videoprodukten gebundelt.
MainConcept veröffentlicht Eve v2 und Soft-PVR
MainConcept aus Aachen hat die nächste Version seiner
Einsteiger-Videoschnittsoftware EVE präsentiert. Version 2 kommt mit zahlreichen
Erweiterungen und neuen Funktionen daher: Eine AutoEdit-Option ermöglicht dem Anwender
den automatischen Schnitt von Videomaterial unter Verwendung von Stilvorlagen (z.B.
Hochzeit, Geburtstag). Mit dem neuen Titler lassen sich raffinierte 3D Titel erstellen.
Das DVD Authoring geschieht direkt in der EVE-Timeline, es kann ohne zusätzliche
Brennsoftware direkt auf CD oder DVD gebrannt werden. Alternativ stehen Assistenten
(„Wizards“) für das Authoring und Brennen von VCD, SVCD, und DVD bereit. Außerdem
hat EVE v2 mehr editierbare Effekte, Filter und Überblendungen (viele davon in Echtzeit).
Wie üblich sind die hauseigenen Codecs für DV und MPEG mit dabei. EVE v2 kostet 69 €
(Download und kostenloste Demoversion unter http://www.mainconcept.de/evev2.shtml).
Als erstes Produkt einer neuen Produktlinie haben die Aachener den MainConcept PVR
vorgestellt, ein Programm, das den Rechner in einen digitalen Videorecorder verwandelt.
Die Funktionen können sich sehen lassen: Fernsehen am PC inkl. Timeshifting-Funktion,
TV-Aufnahme (auch per Timer) im AVI-Format, automatische Werbeerkennung und optional
-Löschung, eingebaute Brennfunktion dank der MainConcept MPEG-Codecs und praktische
Voreinstellungen zum direkten Export auf VCD, SVCD und DVD. Vol- und Demoversion des
MainConcept PVR liegen zum Preis von 39,90 € unter http://www.mainconcept.de/pvr.shtml.
Prodad: Neues zu Heroglyph und Adorage
proDAD aus Immendingen hat neues Kreativ-Material für seinen Titler Heroglyph
vorgestellt. Das „Creative Pack“ ist eine Sammlung einfach handhabbarer Vorlagen für
Trailer und Schriftdesigns. Es dient zur schnellen Erstellung sendetauglicher Titel,
eindrucksvoller Texteffekte und ausgefallener Schrift-Stile. Das Prinzip: Vorlage
auswählen, Text anpassen und eigenes Grafik- sowie Videomaterial zuteilen, berechnen
lassen, fertig. Wie das funktioniert, wird anhand von Projekt-Workshops erklärt, was das
Creative Pack zugleich zur Schulungssoftware werden läßt. Er ist für 129 € im Handel
(Upgrade-Konditionen s. http://www.heroglyph.de).
Außerdem ist Heroglyph nun bald für Premiere Pro sowie Sony Vegas Video erhältlich.
Für proDADs Effktsoftware Adorage sind nun in der „Adorage Plugins Collection“ alle
Plugins ohne Effekte erhältlich. Bislang waren neue Plugins nur als Teil von Adorage
Magic Volume 7 erhältlich. Insbesondere neue Plugins für weitere Schnittprogramme
können nunmehr auch für ältere Volumes schnell und günstig angewendet werden.
V7-Anwender erhalten die neusten Plugins (nun auch für Canopus Edius) und die Collection
als Treue-Bonus einmalig gratis zur Verfügung gestellt (Details s. http://www.adorage.de). Besitzer älterer Volumes (bis
Vol. 6) sowie der eingeschränkten „Edition“- oder „LE“-Versionen kostet die
Collection 29 €.
Vegas in Vegas
Auf der NAB in Las Vegas hat Sony Pictures Digital nach langer Wartezeit
endlich die Katze aus dem Sack gelassen: Ab sofort ist die Production-Suite
„Vegas+DVD“ verfügbar (nur auf Englisch), in der die neue Version 5 der
Schnittsoftware Vegas, das Authoring-Tool DVD Architect 2 und ein Dolby Digital
AC-3-Encoder zusammengefaßt sind. Bei Vegas 5 können nun beliebige Auflösungen -- SD,
HD, HDV -- innerhalb eines Projektes gemischt und auf einer unbegrenzten Zahl von Spuren
bearbeitet werden. Hinzugekommen sind weiterhin zahlreiche professionelle Features wie
eine automatisierte Kontrolle der Oberfläche, Compositing auf 3D-Ebene,
Netzwerk-Rendering, Keyframe-basierte Bézier-Masken, Flash-SWF-Import, Export von
Untertiteln in den DVD Architect 2 sowie individuell anpaßbare Benutzeroberflächen und
Tastatur-Belegungen. Die im Mai 2003 zusammen mit Vegas Video von Sonic Foundry
übernommene Audiosoftware Acid wurde umfassend integriert: In Vegas 5 eingeflossen sind
z.B. Support für Dolby 5.1-Plugins auf Masterbus-Ebene, 5.1-Raumklang, Überwachung der
Audio-Abmischung und die Unterstützung für die Software-Loops von Acid.
Neu im DVD Architect 2 sind programmierbare Aktionen für das Ende eines
DVD-Abspielvorganges, die Erzeugung von Untertiteln und unterschiedlichen Sprachversionen,
erweiterte Tools zur Disk-Optimierung, Echtzeit-Playback auf einem externen Monitor über
i.Link/Firewire, Unterstützung für 24p-DVD-Encoding, Import von Elementary-Streams und
vieles mehr. Als Bonus legt Sony bei der Suite noch eine Vollversion des 3D-Titlers Boris
Graffiti 3.0 LTD sowie das Filmlook-Tool Magic Bullet Movie Looks von Red Giant Software
bei. Die Suite kostet in der Einführungsphase 799,95 US-Dollar (danach 999,95 Dollar),
Vegas 5 als Standalone-Version kostet anfangs 559,95 Dollar, nach der Einführung dann
699,05 Dollar (http://www.sony.com/mediasoftware
; auch als Retail-Version).
HD bei JVC: CMOS-Dreichipper kommt
JVC Professional hat den größeren Rivalen Sony und Panasonic auf der NAB
in einem wichtigen Punkt die Schau gestolen: Am JVC-Stand war der erste Prototyp eines
professionellen HD-Dreichip-Camcorders zu sehen, der mittels CMOS- anstatt mit
CCD-Bildwandlern aufnimmt. Der vorerst JVC-HD7000 genannte Camcorder, gedacht zum Einsatz
in der Nachrichtenproduktion, ist von Standard Definition (SD) auf High Definition (HD)
umschaltbar. Dabei lösen die drei 2/3-Zoll-CMOS-Chips die maximale HD-Spezifikation von
1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, auf Wunsch auch im Progressive Scan-Verfahren mit 24
Bildern pro Sekunde (24p). Laut JVC liefern die CMOS-Sensoren eine höhere Bildqualität
als vergleichbar große CCDs, und das bei einem wesentlich geringeren Stromverbrauch. Als
Kompressions-Machine arbeitet in dem Prototypen ein MPEG-2 Encoder, bei dessen genauen
Spezifikationen sich JVC in Las Vegas noch bedeckt hielt. Aufgenommen wird wahlweise auf
die großen Standard-DV-Kassetten (dann passen stolze 4,5 Stunden HDV-Material auf ein
Band) oder auf MiniDV-Kassetten (für 60 Minuten HDV). Parallel entwickelt JVC
Festplatten- und Solid-State-Medien zur Aufnahme des Materials. Über den Liefertermin und
den Preis des Camcorders schwieg sich JVC in Las Vegas noch aus, hinter vorgehaltener Hand
wurden Preise von unter 20.000 US-Dollar genannt (http://www.jvcpro.de).
Einen passenden HDV-Recorder mit optionalem HD-SDI-Interface hatte JVC ebenfalls am Stand.
Neue
Features für Matrox RT.X
Auf der NAB in Las Vegas hat Matrox Video angekündigt, bereits kurz nach der
Auslieferung des neuen Adobe Premiere Pro 1.5 seine Echtzeit-Schnittkarten mit neuen und
äußerst stabilen Treibern ausliefern zu wollen; kostenlose Betatreiber liegen bereits
jetzt auf http://www.matrox.de/video/de. Als
neue Features bietet das Flaggschiff Matrox RT.X100 Xtreme Pro nun Unterstützung für
Panasonics DVCPRO, WYSIWYG-Support („What you see is what you get“) für die
Videoausgabe auf PAL- oder NTSC-Monitore direkt aus Adobe Encore DVD und After Effects
heraus sowie neue Echtzeitfilter. Wer seine Matrox-Karte nach dem 20.3.04 gekauft hat,
erhält auch die damit erworbene Adobe-Software kostenlos in neuesten Version. Außerdem
hat Matrox Video die neue Produktlinie Matrox HD angekündigt. Sie basiert auf einer neuen
10-Bit-Multi-Stream-Architektur. Während für HD-Produkte auf Basis von 720p für die
Echtzeitverarbeitung in einem Schnittsystem lediglich die 2 ½-fache Verarbeitungsleistung
erforderlich ist im Vergleich zur Standardauflösung (SD), schafft Matrox HD bei der
maximalen HD-Auflösung von 1080i und 1080p nach Angaben von Matrox bis zum 6fachen der
bei SD erforderlichen Leistung. Matrox HD erledigt Farbkorrektur, Titlung,
Geschwindigkeitsänderungen, Transitions und DVEs auch bei 1080i/p in Echtzeit. Die
Markteinführung ist für dieses Jahr vorgesehen.
Edius Pro und ProCoder2 von Canopus
Canopus hat die NAB zur Vorstellung von Edius HD genutzt. Das Turnkeysystem für
den Broadcast-Sektor umfaßt die Echtzeit HD-Schnittsoftware Edius Pro, den neuen
HD-Software-Codec und die HD RX-E1 HD-SDI/SDI Ein- und Ausgabekarte. Edius Pro verfügt
über weitreichende Realtime-Funktionen: Multi-Track HD Editing, Compositing,
Chromakeying, Titelerstellung und Timelineausgabe geschehen in Echtzeit. HD-Projekte
werden in voller HD-Auflösung und Bildrate bearbeitet; wird SD-Material beigemischt, so
konvertiert Edius Pro das Material automatisch und in Echtzeit. Ausgeliefert wird Edius HD
ab Juni. Neu ist bei Canopus auch Procoder 2. Das Upgrade der professionellen
Transcoding-Software umfaßt Watch-Folder inklusive Netzwerk-Unterstützung, eine
Wizard-Oberfläche und einen Batch-Manager zur Optimierung der Produktivität. Hinzu
gekommen ist ferner das Encoding von HD, MPEG-4 und von MPEG-Transportstreams sowie die
Kombination separater Audio- und Videodateien in einer einzigen Datei. ProCoder 2 wird
Anfang Mai für 469 € ausgeliefert (Upgrade-Konditionen s. http://www.canopus.de). Ebenfalls vorgestellt wurde
Imaginate 2.0, die jüngste Version der Canopus-Animationssoftware für statische Bilder.
Neu ist z.B. der Storyboard Editing-Modus mit umfangreicher Bildunterstützung,
Soundtrack-Funktionen und eine Sammlung spezieller Produktions-Tools (ab Mai für 189
€).
Edirol VMC-1
Ein Videoformatwandler von Edirol haucht analogem Videomaterial neues Leben ein:
Der VMC-1 wandelt Analogvideo in DV um und umgekehrt. Das gewandelte Signal kann mit Hilfe
von 4 Farbreglern ganz ohne PC in Echtzeit korrigiert werden. Zeitbasierende Bildfehler
oder -verzögerungen, die häufig in altem Videomaterial zu finden sind, können mithilfe
des TBC (Time base corrector) oder Frame Synchronizer korrigiert werden. Zusätzlich
lassen sich Farbflimmern mit Hilfe von 3D-Y/C-Separation entscheidend verringern sowie die
Helligkeit per Auto-Gainkontrolle (AGC) anpassen sowie Belichtungsprobleme kompensieren.
Ausgestattet mit 2 DV-Schnittstellen (Vorder- und Rückseite), 1 analogen Ein- sowie 2
analogen Ausgänge mit u.a. S-Video, FBAS, L/R Stereo Kombinationen empfiehlt sich VMC-1
für die Archivierung und Wiederaufbereitung analogen Videomaterials. Der UVP beträgt
£499 (http://www.edirol.de).
Pioneer brennt 8fach Dual
Pioneer hat mit dem DVR-A07XL seinen schnellsten Multiformat-DVD-Brenner auf den
Markt gebracht. Er beschreibt DVD-R/+R-Medien mit 8facher Geschwindigkeit,
DVD-RW/+RW-Medien mit 4facher. Der Brenner ist mit „QuietDrive" ausgestattet: Das
Gehäuse ist wabenförmig aufgebaut und dämpft die vom Laufwerkmechanismus erzeugten
Vibrationen. Durch die variable Performancesteuerung und die lüfterlose Konstruktion
konnten die Betriebsgeräusche im Vergleich zu den Vorgängermodellen um 75 Prozent
gesenkt werden (Preis 179 €; http://www.pioneer.de).
Focus Enhancements mit FireStore Direct To Edit
Focus Enhancements, seit Februar die Mutterfirma von Como aus Raisdorf (s. CV
2/04), hat für die FireStore-Festplattenrekorder seine Direct To Edit-Technologie (DTE)
mit 4 neuen Dateiformaten angekündigt. Unterstützt werden nun HDV mit 720p und 1080i,
das Media Exchange Format (MXF), 24p auf Basis von QuickTime und AVI Typ 2 sowie Pinnacles
Liquid Edition und Vortex. Die DTE-Formate können mit NLE-Software wie Apple Final Cut
Pro und Sony Vegas bearbeitet werden (http://www.como.com).
Freecom FHD-XS mit integriertem USB-Kabel
Freecoms externe Mini-Festplatte FHD-XS -- im 1,8 Zoll-Format, mit 20 oder 40 GB
Speicherplatz -- hat ein schwenk- und ausziehbares USB2-Kabel zum Anschluß an den PC
gleich integriert. sind Video- und andere Daten immer aktuell und sicher. Praktisch ist
die One-Button-Daten-Synchronisations-Funktion: Ein Druck auf den SYNC-Button, und die
Daten auf der Platte werden mit dem heimischen PC synchronisiert. So wird auch mit der
beiliegenden Backup-Software True Image von Acronis die Sicherung von Video- und anderen
Daten zum Kinderspiel. Die Platte bekommt ihren Strom vom Systembus, ein Netzteil wird
nicht benötigt (ab 199 €; http://www.freecom.de).
Magix video deluxe 2004/2005 (PLUS)
Anfang Mai bringt Magix aus Berlin sein video deluxe 2004/2005 in zwei Versionen
die Läden: Die Classic-Version kostet 59,99 €, die Plus-Variante 99,99 €. Einige der
Neuerungen: Surround-Sound, 16:9-Breitbild-Format, CD/DVD Multi Copy, Ondisc-Editing sowie
Support für Digital-TV- und High-Definition-Streams (DVB, HDV, HDTV, WMVHD). Direkt aus
dem Programm heraus lassen sich die Magix iPACE-Dienste nutzen, z.B. das Online Foto Album
oder der Online Druck Service. Am einfachsten läßt sich der Film mit der
Automatik-Schnittfunktion Magix MovieShow Maker jetzt auch rhythmisch und mit den Vorlagen
„Party“, „Music Clip“ und „Smooth Clip“ nachbearbeiten und vertonen. Neu sind
auch dynamische Bild-im-Bild-Effekte, frei positionierbare Motionbuttons und Texte beim
DVD-Authoring sowie die framegenaue Einstellung von Start und Länge der
Hintergrund-Videos. Die Plus-Version verfügt über 32 statt 16 Bearbeitungsspuren, einen
neuen Keyframe Animator, insgesamt 1.000 zusätzliche Effekten und Vorlagen, eine
Nachvertonungs-CD und einer komplette Foto-Kollektion sowie sieben weiteren
MovieShow-Styles. Mit im Paket ist der Media Manager 2004 GOLD zum Verwalten, Archivieren,
Brennen und Präsentieren am PC von Videos, Fotos und Musik. Außerdem präsentierte Magix
den Nachfolger von Filme auf CD & DVD, die Version 3.5. Die Videoschnitt- und
Brennsoftware ist für 39,99 € im Handel (http://www.magix.de).
The Gimp 2 für Windows und Mac verfügbar
Drei volle Jahre hat es gedauert, doch nun ist die 2. Version des Open
Source-Bildbearbeitungsprogramms The Gimp endlich verfügbar. Die Arbeit an The Gimp wurde
bereits 1995 gestartet, und mittlerweile hat es sich zu einem mächtigen Tool gemausert.
The Gimp 2 ist für Unix, Windows und Mac OS X verfügbar. Zahlreiche Verbesserungen
betreffen die Benutzeroberfläche, die sich nun nicht nur Profis, sondern auch
gelegentlichen Nutzern schnell erschließt. So wurde die Anzahl der benötigten Fenster
deutlich verringert, die Pfad- und Textfunktionen ist verbessert, außerdem unterstützt
The Gimp nun den CMYK-Farbraum. Die deutsche Version von The Gimp 2 kann kostenlos von http://www.gimp.org/downloads/ heruntergeladen
werden.
SmartSound mit Macromedia und Avid
SmartSound hat auf der NAB die Version 3.2 seiner Nachvertonungssoftware
Sonicfire Pro vorgestellt (s.a. Workshop in CV 6/03). Darin wurde besonders die
Integration mit Macromedia Flash erweitert; ist der Soundtrack in Sonicfire Pro
fertiggestellt, kann er nun direkt als Flash-Datei exportiert werden. Außerdem wurde die
Kompatibilität zu Schnittsystemen von Avid hergestellt. Mit beiden Firmen kündigte
SmartSound strategische Partnerschaften an. Macromedia wird die Digital Creators' Edition
von Sonicfire Pro über seinen Webshop bvertreiben, und Avid bundelt Sonicfire Pro mit
Avid Xpress Pro v4.5 und Media Composer Adrenaline.
RealNetworks liefert RealPlayer 10 aus
Mit der Version 10 des RealPlayers ist laut Hersteller der erste kostenlose
Player verfügbar, der alle Medienformate des Internet abspielt: RealAudio, RealVideo,
AAC, Windows Media, QuickTime MPEG-4 und MP3. Innerhalb der Streams kann nun ohne jede
Verzögerung vor- und zurückfahren werden, Live Pause hält den Stream an. Im RealVideo
10-Codec sowie dem RealAudio 10-Codec mit AAC-Unterstützung konnte die Qualität noch
einmal hochgeschraubt werden. Mehr als 50 tragbare Hardwareplayer wie der iPod von Apple
werden direkt unterstützt. Leider vorerst nur in der US-Version ist ein
Musik-Download-Store mit mehr als 500.000 Songs enthalten. Auch der Encoder RealProducer
ist in der 10. Version angelangt. Er verfügt ebenfalls über die verbeserten Routinen,
enkodiert schneller und bietet mehr Optionen an, wenn Material von Live- und
On-Demand-Quellen enkodiert werden soll (http://www.realnetworks.de).
Panasonics D-snap SV-AV50 und SV-AV25
Mit der SV-AV50 und SV-AV25 liefert Panasonic zwei neue Mitglieder seiner
D-snap-Serie aus. Videos und Fotos aufnehmen, Filme anschauen und Musik hören: Dank der
nur briefmarkengroßen SD Memory Card sind die D-snaps so klein und kompakt, dass sie
locker in die Hosentasche passen. Besonders schlank ist die AV50 mit nur 2 Zentimetern
Breite. Alle Funktionen und Einstellungen lassen sich über einen Jog-Ball steuern. Video
nehmen sie in vier MPEG4-Formaten auf: Extrafein mit 320 x 240 Pixeln bei 30 Bildern pro
Sekunde (QVGA), Superfein (320 x 240 bei 15fps, QVGA), Fein (320 x 240, 12fps, QVGA) und
Economy (176 x 144, 6fps, QCIF). Fotos haben bis zu 2 Megapixel, ein 2,5faches digitales
Zoom bringt das Motiv näher. Als „Walkman“ geben sie bis zu vier Stunden Musik im
AAC- oder MP3-Format wieder. Dank der Sprach-Memo-Funktion doubeln die D-snaps zudem als
Diktiergerät Das Display der SV-AV50 ist vertikal ausgerichtet, so daß bequem
aufgezeichnet werden kann; zur Wiedergabe läßt es sich auch horizontal drehen. Der
Preis: 549 Euro für die SV-AV50 und 449 Euro für SV-AV25 (http://www.panasonic.de).
Alias: Maya 6
Alias hat mit Maya 6 jetzt die neueste Version seiner Software für
3D-Animationen und Spezialeffekte vorgestellt. Für die Erstellung und Gestaltung von
Charactern steht in Maya 6 ein spezielles Set neuer und verbesserter Funktionen, wie
Motion Retargeting und Motion Redirection. Mit diesen Tools können gespeicherte Animation
Clips schnell und einfach auf jeden beliebigen Character angepasst werden. Die Architektur
des non-linearen Animation Editors Trax wurde komplett überarbeitet. Das Toolset Maya
Hair, basierend auf einer Engine für dynamische Kurvensimulation, kann nun Haare
flechten, formen und frisieren -- Form und Bewegung der Haar werden mit Maya 6 noch
realistischer als bisher. Die Dynamic Curves können auf jede NURBS-Kurve angewandt
werden, z.B. auf Objekte wie Kleider, Ketten und Drähte. Weitere Funktionserweiterungen
betreffen die Module Maya Cloth und Maya Fur. Außerdem rechnet Maya unter Windows wie
unter Mac-OS X nun wesentlich schneller. Windows, Linux und Mac OS X-Anwender können sich
über einen integrierten, Java-kompatiblen Web-Browser freuen. Neue Lernmaterialien und
Maintenance-Services runden die neue Version ab. Maya 6 Complete wird im Mai 2004 für die
Betriebssysteme Windows, IRIX, Linux und Mac OS X erhältlich sein und kostet 2.099 €.
Maya 6 Unlimited liegt bei 7.349 € (Upgradekonditionen und weitere Info über http://www.alias.com).
Wassertropfen als Kameralinse
Die Philips Forschung hat auf der diesjährigen CeBIT ein Linsensystem mit
variablem Fokus ohne mechanisch bewegte Teile präsentiert. Das FluidFocus-System ahmt die
Bewegungsabfolge des menschlichen Auges nach und setzt dafür eine Linse ein, die ihre
Brennweite durch Formänderung anpaßt. Die Linse besteht aus zwei unvermischbaren
Flüssigkeiten mit unterschiedlichem Brechungsindex in einer kurzen Röhre, die eine eine
elektrisch leitende wäßrige Lösung, die andere um ein elektrisch nicht leitendes Öl.
Durch die Konstruktion der Röhre und Anlegen eines elektrischen Feldes verändert sich
die Oberflächenspannung, wodurch sich der Krümmungsradius der gewölbten Oberfläche
(und damit die Brennweite der Linse) zwischen den beiden Flüssigkeiten verändert. Über
das elektrische Feld kann die Krümmung der „Wasserlinse“ exakt gesteuert werden. Da
die Linse billig zu fertigen ist, kommen als Anwendungsgebiete laut Philips
Digitalkameras, Kamera-Telefone, Endoskope, Heimsicherheitssysteme und optische
Speicherlaufwerke in Betracht (http://www.philips.com).
Hauppauge goes DivX
Hauppauge hat die Unterstützung des DivXFormates für seine analogen
TV-Lösungen und die MediaMVP-Familie angekündigt. Per Software-Update sind sie ohne
weietres zur Aufnahme und Wiedergabe im DivXFormat fähig. Über die
Home-Entertainment-Lösung MediaMVP lassen sich Videofilme im DivX-Format wiedergeben.
MediaMVP streamt kabelgebunden oder drahtlos MP3-Musikstücke, MPEG-/DivXVideos oder
digitale Bilder (JPEG, GIF, BMP) vom PC zu Geräten der Unterhaltungselektronik wie z.B.
dem Fernseher. Eine Fernbedienung zur bequemen Navigation wird mitgeliefert.
Native MPEG-1/2-Bearbeitung für Premiere Pro
MainConcept aus Aachen veröffentlichte auf der NAB ein MPEG Pro Plug-in für
Adobe Premiere Pro. Der Hintergrund: Obwohl Premiere Pro MPEG-1/2-Dateien importieren
kann, mußte das Material bisher immer in das Projektformat, wie z.B. DV, umgewandelt
werden. Wollte man das Projekt aber wieder in ein MPEG-Format (z.B. für eine DVD)
ausgeben, mußte es zurück nach MPEG konvertiert werden. Mit dieser unnötigen
Transkodierung und dem Verlust an Qualität ist jetzt Schluß: Das MPEG Pro Plug-In
gestattet Premiere Pro die native MPEG-1/2-Bearbeitung und und außerdem die MPEG-Aufnahme
in Echtzeit in bis zu DVD-Qualität von einer Vielzahl an analogen und digitalen Quellen,
einschließlich DV-Camcordern, Sony MicroMV, TV-Tuner Karten und Videokarten mit analogen
Eingängen. Separate Hardware-Encoder sind für die Echtzeitaufnahme nicht mehr nötig.
Die Standardversion des Plug-ins unterstützt eine Auflösung bis volles PAL und NTSC und
kostet 249 € (Download von http://www.mainconcept.de/mpeg_pro.shtml;
dort auch kostenlose Demoversion). Eine HD-Version bietet zusätzlich Unterstützung für
verschiedene High-Definition-Formate.
Avid: 10 Bit HD für alle
Avid hat auf der NAB eine eigene HD-Codec-Technologie namens Avid DNxHD
vorgestellt. Damit ist auf einen Schlag die geamte DNA-Produktlinie -- Avid Xpress Pro,
NewsCutter XP, Media Composer Adrenaline/ HX und Avid DS Nitris -- um die Fähigkeit
erweitert worden, HD in unterschiedlichen Auflösungen zu enkodieren. Laut Avid benötigt
eine HD-Postproduktion mit Avid DNxHD lediglich dieselbe Bandbreite und denselben
Speicherplatz wie ein Projekt in Standard Definition-Auflösung. Unkomprimiertes HD
arbeitet im 4:4:4-Farbraum und benötigt die gigantische Bandbreite von bis zu 1.2 Gigabit
pro Sekunde (gbps); Avid DNxHD dagegen arbeitet im 4:2:2-Farbraum und bietet
Bandbreiten-Konfigurationen zwischen 220 mbps (für 10-bit und 8-bit video) und 145 mbps
an (für 8-bit Video). Es unterstützt außerdem 720p mit 60 Bildern und 1080p/i
HD-Auflösungen mit 30, 25 und 24 Bildern pro Sekunde sowie das Material Exchange Format
(MXF). Avid hat ferner angekündigt, den Quellcode für Avid DNxHD kostenlos über seine
Website (http://www.avid.com) zu lizensieren;
Dritthersteller und Anwender können den Codec somit auf beliebigen Plattformen
rekompilieren und in eigenen Produkten und Projekten einsetzen. HD-Videoprojekte rücken
damit in die Reichweite vieler Produktionen, die bisher wegen der hohen Hardware- und
Speicherkosten von HD nur in SD realisiert werden konnten. Avid Xpress Pro, NewsCutter XP,
Media Composer Adrenaline und Adrenaline FX erhalten die Fähigkeit zu nativem HDV
Capturing über FireWire. Gegen Ende 2004 sollen alle auf Avid DNxHD beruhenden Produkte
HD-fähig sein. Außerdem kündigte Avid die Version 4.5 seiner Avid Xpress Pro Software
für das 2. Quartal an. Sie unterstützt MXF, FluidFilm Progressive Encoding, den direkten
Filmexport als Windows Media 9-Datei (WMV HD), Soundtrack-Generierung über SmartSound
SonicFire Pro sowie Panasonics DVCPRO50.
Erster DivX Hardware Encoder von Plextor
Erstes Produkt einer Kooperation zwischen DivXNetworks und Plextor ist der
Plextor ConvertX, der erste DivX-zertifizierte Hardware-Encoder für die Digitalisierung
und Bearbeitung von Videos. Mit ihm kann analoges Filmmaterial in Abspielgeschwindigkeit
in das DivX-Format umgewandelt werden. Die Daten werden dann über USB 2.0 auf den PC
übertragen. Neben seinen Encoder-Funktionen ermöglicht ConvertX die Bearbeitung von
DivX-kodiertem Videomaterial: Szenen können herausgeschnitten, Titel, Übergänge und
Spezialeffekte eingefügt werden etc. Mit DivX können zu zwei Stunden Videofilm in
hochwertiger Qualität auf einer CD oder bis zu zehn Stunden auf einer DVD gespeichert
werden. Laut Plextor können die ConvertX-kodierten Filme auf allen DivX-zertifizierten
DVD-Spielern abgespielt werden (http://www.plextor.be).
DVD-Formatstreit
inoffiziell beendet
Ein schönes Beispiel für die Macht des Verbraucherwillens: Als letzter der
großen Player hat Philips seinen Widerstand gegen den Markttrend hin zu Dual
Format-Brennern aufgegeben. Ab sofort werden werden die PC-basierten DVD-Laufwerke von
Philips -- zusätzlich zum bisher allein propagierten DVD+R/+RW-Format -- auch DVDs im
Format DVD-R/-RW beschreiben bzw. wiederbeschreiben können. Bisher konnten Discs dieses
Formats von den Philips-Brennern nur gelesen werden. Besitzer eines Philips DVDRW824 8x
Single-Layer-Laufwerks liegt ein Firmware-Upgrade zum Download bereit (Infos unter www.philips.com/pcstuff). Das neue 8x-Laufwerk
DVDRW885K ist auf das Brennen von DVD-R/RW bereits vorbereitet (Download einer
entsprechenden Software ab Herbst). Das neue 16x DVDR1640K-Laufwerk wird dieses Feature
bereits zum Zeitpunkt der Markteinführung enthalten.
Philips Erzkonkurrent Pioneer, der jahrelang mindestens ebenso eisern zu DVD-R/RW
gestanden hatte wie Philips zu DVD+R/RW, hatte sich bereits im letzten Jahr zu den Dual
Standard-Brennern durchgerungen, nachdem klar war, daß eine Fortsetzung des Formatstreits
Minus gegen Plus allen Beteiligten nur noch weniger Geld und noch mehr Ärger bringen
würde. Nicht, daß es vorher nicht zahlreiche warnende Stimmen gegeben hätte...
Mit Philips Einlenken ist der Streit nun quasi inoffiziell beendet, weil auf allen
Brennern auch die vom Konkurrenzprodukt gebrannten Scheiben lauffähig sind. Unsere
Meinung: Immer noch besser, der Groschen fällt zu spät als nie. Nun sind wir gespannt,
ob die Industrie aus dem langjährigen Hickhack gelernt hat und zumindest bei künftigen
Streits die Fähigkeit zum Kompromiß beweist und in der Lage ist, den Verbraucher und
damit sich selbst vor Schaden zu bewahren. Positive Zeichen dafür gibt es: Denn Vorteil
seines Umschwungs auf Dual Format für den Verbraucher lieferte Philips in einer
Pressemeldung gleich selbst: „Er muß beim Kauf von Medien nicht mehr auf das Format
achten.“ CV gratuliert zur späten Erkenntnis!
Discreet schließt deutsches Office
Kurz vor Redaktionsschluß erreichten uns schlechte Nachrichten für alle
Anwender von 3ds max, combustion oder cleaner: Discreet, auch Hersteller von
Highend-Produkten wie flame, fire und smoke, schließt zum 1. Mai seine Niederlassung in
München. Die gesamte Betreuung und Belieferung des deutschen Marktes wird ins
europäische Hauptquartier nach London verlagert. Als Grund für die Schließung wurde
angegeben, daß zwar Discreet Deutschland immer ordentliche Zahlen gebracht habe, die
Gesamtlage des Konzerns aber eine deutliche Reduzierung des Personalbestandes
unumgänglich mache. In München bedeutet das das Aus für acht Mitarbeiter, die ab 1. Mai
freigestellt werden und ab 1. Juli arbeitslos sind. Wer den Support für Anwender von
Discreet-Produkten übernimmt, soll auf der Homepage www.discreet.de
bekanntgegeben werden. Bei der deutschen Niederlassung von Discreets amerikanischer
Konzernmutter Autodesk soll dagegen alles bleiben wie bisher.
Alias verkauft
Eine private Investorengruppe namens Accel-KKR hat das 3D-Grafikunternehmen Alias
(„Maya“) für 57,7 Millionen US-Dollar in bar gekauft. Die Übernahme zeichnete sich
bereits im Februar ab (s. CV 2/04, S. 16); Mitte April kam es dann zur Einigung mit
Alias’ bisheriger Konzernmutter Silicon Graphics. Diese neue Partnerschaft bedeute eine
Stärkung der Marktposition von Alias, kommentierte Alias-Chef Doug Walker die Übernahme.
Man habe jetzt die besten Voraussetzungen, um als unabhängiges Unternehmen weiter zu
wachsen. Die gesamte Produktpalette wird ohne Zäsur weiter vertrieben, ebenso bringt der
Verkauf keine Veränderungen des Management-Teams, des Services und des Supports mit sich.
SGI stimmte der Transaktion zu, weil es sich damit stärker auf sein Kern-Systemgeschäft
konzentrieren könne. Außerdem sei die Liquidität willkommen: SGI rechne mit einer
Nettoeinnahme nach Abzug von Transaktionskosten von rund 50 Millionen Dollar. Der Verkauf
soll noch in diesem Quartal abgeschlossen sein.
Guillemot/Hercules stellt Grafikkarten ein
Die französische Guillemot Corporation stellt die Produktion und den Vertrieb
von Grafikkarten und TFT-Monitoren ein, um sich künftig ausschließlich auf Sound- und
Multimediaprodukte unter seiner Hausmarke Hercules sowie PC- und Konsolenzubehör unter
der Marke Thrustmaster zu konzentrieren. Der Grafikkartenmarkt, so Chef Claude Guillemot,
habe sich insofern verändert, als daß es mittlerweile geradezu unmöglich geworden sei,
daß Boardhersteller gegenüber Chipherstellern eigene Technologien, höhere Leistungen
oder besondere Features in ihre Grafikkarten implementieren können. Wenn aber die
Produktionsumstände keinerlei Differenzierungen mehr zulassen, ist Monokultur die Folge:
Derzeit teilen sich zwei große Hersteller den Markt. Durch die Konzentration auf den
Bereich Videobearbeitung, Sound, Lautsprecher und jetzt auch DJ-Equipment und
Professional-Sound habe Hercules Geschäftsbereiche gewonnen, in denen man die
Hercules-Maximen auch in Zukunft verwirklichen könne. Auf alle 3D-Grafik- und
TFT-Produkte werde das Unternehmen auch weiterhin in vollem Umfang Garantieleistungen und
Supportservice gewährleisten (www.hercules.de).
TDK tritt Blu-ray-Gruppe bei
TDK hat sich als erster großer Hersteller optischer Speichermedien der Blu-ray
Disc Founders-Gruppe (BDF) angeschlossen. Das Format erhält damit eindeutig Rückenwind
-- ohne Medien kein Standard. Die Ergebnisse von TDKs jahrelanger Forschung fließen nun
in die technische Entwicklung der Blue-Laser-Technologie ein. Die „Hard-Coating
Technology“ ermöglicht die Produktion von blanken, unverhüllten Discs, die keine
zusätzliche Schutzcartridge benötigen. Das war für den Erfolg von Blu-ray dringend
nötig, denn bisher hat sich im Consumer-Markt noch nie eine Technologie durchgesetzt, die
eine Cartridge benötigt hätte. „Multiple-Layering“ führt zu einer erhöhten
Disc-Kapazität. Die „High-Speed Recording Layer Technology“ schließlich ermöglicht
ein schnelleres Lesen und Beschreiben der Disc. TDK beteiligt sich nun auch bei der
Bestimmung von Spezifikationsstrategien für die Blu-ray Discs. In der BDF sind nunmehr 13
gewichtige Unternehmen aus IT und UE zusammengeschlossen (Dell, Hewlett-Packard, Hitachi,
LG Electronics, Matsushita, Mitsubishi, Pioneer, Philips, Samsung, Sharp, Sony, TDK und
Thompson).
S.A.D. lenkt ein
MovieJack-Hersteller S.A.D. aus Ulm hat im Streit um das Verbot seines
Zusatzprogrammes Copy Count klein beigeben müssen (s. CV 2/04): Das Unternehmen zog vor
dem Landgericht München I während einer mündlichen Verhandlung seinen Widerspruch gegen
eine einstweilige Verfügung zurück. Wie berichtet, waren in dem Verfahren 6 große
Musikverlage von Bertelsmann über Sony bis Warner gegen das Werkzeuglein zu Felde
gezogen, weil es einen Verstoß gegen das seit September 03 gültige Urheberrechtsgesetz
darstelle. Dies verbietet bekanntlich die Umgehung von Kopierschutzvorrichtungen und damit
de facto auch das Kopieren von CDs und DVDs zu rein privaten Zwecken. Mit dem Rückzug des
Widerspruchs durch S.A.D. ist das Verbot von Copy Count nun endgültig.
Die Gründe für den Rückzug liegen für S.A.D. klar auf der Hand: „Nach dem das
Gericht signalisiert hatte, den Streitwert von 1 Million Euro im weiteren Verlauf der
Verhandlung nicht zu senken, mussten wir klein bei geben“, so Unternehmenssprecher
Robert Knapp. „Das übersteigt unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten.“ Die Ulmer
hatten, gestützt auf ein eigens in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, ein
Hauptsacheverfahren angestrebt, in dem das de jure noch immer bestehende Recht auf die
Privatkopie gegen den Anspruch der Industrie auf Kopierschutz hatte verteidigt werden
sollen. Diesen Instanzenweg habe das Landgericht München I, so S.A.D., durch seine
Streitwertfestsetzung nun abgeschnitten.
Kostenlose
Artbeats-Clips
Käufer der Echtzeitschnittkarte RT.X100 Xtreme Pro von Matrox erhalten ab sofort
und nur für kurze Zeit kostenlos 5 Clips der Firma Artbeats mit dazu. Artbeats bietet
hochwertiges, gemafreies Videomaterial für jeden Zweck an. Wer innerhalb des
Aktionszeitraums eine Matrox RT.X100 Xtreme Pro erworben hat, erhält eine CD mit 5 Clips
aus den folgenden Collections von Artbeats: Cloud Fly-Thrus 1, Kids of Summer, Light
Alchemy, ReelFire 2 und Timelapse Landscapes 2. Außerdem kann der RT.X-Kunde einen
weiteren Clip aus dem umfangreichen Angebot der Artbeats Footage-Bibliothek im Wert von
149 US-Dollar auswählen; eine Anforderungspostkarte die einen Preisnachlaß zudem liegt
jedem Paket eine Anforderungspostkarte bei, die einen Preisnachlaß von 50 Prozent auf
eine beliebige Collection gewährt. Dieser Preisnachlaß gilt nur für kurze Zeit und nur
für Collections ab einem Wert von 249 US-Dollar oder mehr (www.matrox.de/video).
Pinnacle Liquid für Workgroups mit 2 TB
Mit der Komplettlösung „Liquid Editing for Workgroups“ bietet Pinnacle ein
satt ausgestattetes, bandloses Schnittsystem inklusive 2 Terabyte Palladium-Speicher für
unter 50.000 Euro netto an. In dem Highend-Paket, dessen Speicher für etwa 140 Stunden
DV25-Material ausreicht, sind außerdem enthalten: der Pinnacle Liquid Project Server für
das Project-Sharing mit bis zu 16 vernetzten Liquid-Systemen, Gigabit-Ethernet-Switches,
ein Media Access Server (MAS) und 10 Liquid Editing PRO-Lizenzen. Das Angebot wendet sich
an kleine und mittlere Studios, lokale Sender und Inhouse-Produktionen von Behörden und
Unternehmen (www.pinnaclesys.com).
Hochzeit Vol. II von five5things
Das digitale Videoarchiv five5things der Videoproduktionsfirma Blick-con-takt hat
seine CD „Hochzeits-Edition Volume 2“ herausgebracht. Sie wendet sich an
professionelle Hochzeitsfilmer, die ihren Produktionen den letzten Schliff geben wollen.
Die CD enthält 40 Raytracing- und 3D-Animationen in broadcastfähiger Qualität in den
Formaten Canopus AVI, Microsoft DV-AV, Apple Quicktime oder MPEG2-DVD. Die nahtlos
loopbaren Sequenzen sind beliebig in der Länge variierbar und können für DVD-Menüs
oder als Rahmenhandlung für den Hochzeitsfilm eingesetzt werden. Passend zum Thema liegen
Fotos bei, die z.B. für Printouts verwendet werden können, zur gestaltung von
CD-Inlaycards, DVDs oder VHS-Covern. Das Material ist lizenzfrei und kann im Rahmen der
erworbenen Lizenz unbegrenzt eingesetzt werden. Bis zum 30.6. beträgt der
Einführungspreis für eine private Lizenz 89 € (danach 129 €), für eine gewerbliche
Lizenz 289 € (danach 349 €; Info unter www.5things.de).
VMUC hat Geburtstag
Der Erste VideoMachine User Club (VMUC), in dem sich schon 1994 Anwender der
Schnittkarte VideoMachine von Fast Multimedia zusammengefunden haben, feiert sein
zehnjähriges Bestehen. Ein Blick in die Geschichte des Clubs und der Abgleich mit der
heutigen Situation (s.a. Editorial dieser Ausgabe) zeigt, daß sich in gewissme Sinne --
unter dem Service-Aspekt -- in der IT-Industrie so viel nicht geändert hat. Denn der Club
war seinerzeit von sieben Anwendern gegründet worden, die sich vom Hersteller als
Betatester mißbraucht fühlten und Gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch suchten. Zum
ersten Treffen zählte der Club bereits 31 Mitglieder oder -- wie der Clubleiter es
ausdrückt -- Leidesgenossen. Seit 1997 finden die Treffen in Bonn statt. Der Club hat
derzeit 70 Mitglieder und veröffentlicht seit 1999 seine Aktivitäten in einem eigenen
Internetforum (www.vmuc.de). Längst hat der Club seine
Basis auf alle Anwendungen erweitert und beschäftigt sich mit allen Themen rund um den
digitalen Videoschnitt. Wer Hilfe und Gleichgesinnte sucht, kann gleich bei der
10-Jahresfeier am Freitag, den 9. Juli vorbeischauen, zu der ein für den Videofreund
ausgesuchtes Programm zusammengestellt wurde. ComputerVideo gratuliert zum Zehnjährigen!
Gemafrei: Digital Juice Stack Traxx
Digital Juice hat eine ganz neue Art gemafreier Musik veröffentlicht. Mit Stack
Traxx kann der Anwender auf einzelne Musikinstrumente in der Komposition zugreifen. Die
Arrangements liegen in bis zu acht Spuren vor, die einzeln ein- bzw. abgeschaltet werden
können. Die Folge sind „Remixes" von ein- und demselben Musikstück, was den
Einsatzbereich erheblich erweitert. Stack Traxx Volume 1 und 2 bieten jeweils 40 solcher
Musikstücke. Auf vier CDs liegen alle Tracks als Standard Audio CD Titel vor (in >
3:00,1:00, 0:30, 0:15 und 0:10 Minuten Länge), auf einer zusätzlichen DVD sind die
Kompositionen in ihren einzeln Spuren erhalten. Mit der Juicer Software (wird kostenlos
mitgeliefert) können die Komposition bearbeitet werden. Gerendert wird in die Formate
.wav oder .aiff mit 11, 22, 32, 44.1 und 48 KHz (8 oder 16 bit). Die Volumes kosten bei
Jocomp einzeln je 254 € inkl. MwSt, zusammen 359 € (www.jocomp.de).